Böhme Zeitung
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Der lange Weg zu den eigenen vier Wänden

lps/He. Beim Bau gibt es für den Bauherren vieles zu beachten, damit das Haus schnell und sicher steht. Foto: SV

Tipps für Bauherren

lps/He. Bauherren sind vielfältigen Unsicherheiten ausgesetzt. Damit der Traum vom Eigenheim nicht zum Albtraum wird, sollten einige Hinweise beachtet werden.


Die Bauzeit: Eine genaue Planung der Bauabläufe und Perfektion der Logistik kann die Bauzeit deutlich verkürzen. Selbst drei Monate sind bei massiv gebauten Häusern bei Beachtung aller bauphysikalischen Grundsätze und mit hoher Qualität möglich. Eine kurze Bauzeit bringt auch finanzielle Vorteile. Dadurch müssen Bauherren bis zum Einzug in ihr Haus weniger Miete für ihre bisherige Wohnung und weniger Zinsen für ihr Darlehen zahlen, da die Finanzierung in vielen Fällen schon bei Baubeginn startet. Die Nennung eines festen und verbindlichen Einzugstermins erhöht die Planungssicherheit für die Kündigung der Mietwohnung und die organisatorische Vorbereitung des Umzugs.


Solide Unternehmen haben für den Fall einer wirtschaftlichen Schieflage vorgesorgt und bieten Sicherheiten für die Fertigstellung und die fünfjährige Gewährleistungsphase gemäß BGB. Dies kann in Form einer Bürgschaft oder Versicherung geschehen, so dass selbst wenn dem Unternehmen etwas passiert, der Einzug ohne einen Cent Mehrkosten gewährleistet ist.


Der Hausanbieter sollte eine externe Qualitätskontrolle durch unabhängige Sachverständige anbieten. Mittlerweile gibt es Hersteller, die sogar die vollständige Zertifizierung ihrer Bauleistungen nach DIN bieten und dadurch ein Höchstmaß an Bauqualität sicherstellen. Zur eigenen Sicherheit sollten Bauherren nicht in finanzielle Vorleistungen treten, sondern nur nach Baufortschritt zahlen. Damit sind sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.


In Deutschland sind nach der aktuellen Verordnung Niedrigenergiehäuser mit einem Bedarf von vergleichsweise acht bis zehn Litern Öl vorgeschrieben. Heute ist aber bei vielen Anbietern ein Bedarf von zwei Litern möglich.

Hausbau wird gefördert

lps/He. Mit Förderprogrammen von Bund, Ländern und Kommunen lässt sich viel Geld sparen. Foto: vizzzual.com

Programme jenseits der Eigenheimzulage

lps/He. Oft werden Immobilienkauf, Sanierung und Neubau auf die lange Bank geschoben. Warum jedoch abwarten, wenn es großzügige Förderprogramme von Politik und Wirtschaft gibt? Der Bürgermeister, der Pfarrer und selbst der Chef belohnen Häuslebauer heutzutage mit Baugeld, sodass auch einkommensschwächere Familien ihren Wunsch vom Eigenheim realisieren können.


Die Wahl der Fördermittel ist mitunter nicht ganz einfach, aber das Suchen in entsprechenden Fördermitteldatenbanken lohnt sich so gut wie immer. Erste Anlaufstelle im Internet sollte die Datenbank des Bundeswirtschaftsministeriums (www.foerderdatenbank.de) sein.


Zum Beispiel unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihrem „Wohneigentumsprogramm“ und im Rahmen ihres „KfW-Effizienzhaus“-Programms den Bau oder Kauf von selbstgenutzten Immobilien. Sie fördert außerdem verschiedene Sanierungs- und Energiesparvorhaben von Privatkunden – wie die Installation einer neuen Heizanlage oder Dämmmaßnahmen.
Wer mit einem Riester-Vertrag privat für das Alter vorsorgt, kann das angesparte Geld komplett entnehmen und es in den Bau oder Kauf einer Immobilie stecken oder die Riester-Zulagen in die Tilgung des laufenden Immobilienkredites fließen lassen. Bedingung ist jedoch, dass die Immobilie selbst als Hauptwohnsitz genutzt wird und in Deutschland liegt.


Aber die Möglichkeiten der Förderung sind noch vielfältiger. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Programme und Förderungen in Form von zinsverbilligten Darlehen oder Zuschüssen. Kaum zu glauben, dass mittlerweile auch Kirchen und Energieversorger Baugeld bereitstellen. Daher sollte man sich immer genau erkundigen, bevor man einen Kredit aufnimmt. Denn hier lässt sich bares Geld auf leichte Weise sparen.

Neue Fassade mit Naturstein

lps/Bo. Naturstein-Fassaden setzen Akzente. Foto: BHW Bausparkasse/Rathscheck

Steinverblendungen im und am Haus sind im Trend

lps/Bo. Naturstein erlebt eine Renaissance in der Haus- und Wohnraumgestaltung. Steinverblendungen kleiden Fassaden, Kaminabzüge, Gartenmauern und Wände in Bad, Küche oder Wohnzimmer neu ein. Bislang war eine Natursteinverblendung aufwendig. Neuartige „Stone-Panels“ lassen sich dagegen einfach an die Wand bringen. Dabei sind mehrere Natursteine zu zementgebundenen Modulen zusammengefasst. Mit Klebemörtel an der Fläche befestigt, erwecken sie den Eindruck einer durchgängigen Natursteinmauer. Diese neuartigen Verblendungen trotzen extremen Witterungsbedingungen und sind auch im Innenbereich ein Blickfang.


Wenn Außenwände mit Naturstein gestaltet werden, gilt es die Vorgaben der Energieeinsparverordnung für den Wärmeschutz zu berücksichtigen. Die Kosten für die „Stone Panels“ liegen je nach Steinsorte bei 75 bis 95 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Der Preis für die Verlegung von konventionellen Natursteinen ist nach Angaben der Bausparkasse BHW dreimal so hoch.

Wohnkomfort unterm Dach

lps/Bo. Große Fenster sorgen für neuen Wohnkomfort unterm Dach. Foto: BHW Bausparkasse/Velux

Große Fenster schaffen neuen Wohnkomfort

lps/Bo. Unterm Dach schlummern enorme Platzreserven, die äußerst preiswert aktiviert werden können. Beim Dachausbau geht es um wertvollen neuen Wohnraum – sei es für das Hobby, für das Kind, das mehr Freiheit will oder für den Besuch, der gut untergebracht sein soll. Ein Dachausbau zahlt sich immer aus. Durch den Einbau von Fenstern mausern sich düstere Dachböden zum begehrten und lichtdurchfluteten Platz an der Sonne.


Doch welche Fenster sind die richtigen? Unter flachen Dächern sind Gauben die ideale Lösung. Sie schaffen zusätzliche Stehhöhe und erleichtern den Einbau senkrecht stehender Fenster. Noch mehr Tageslicht gelangt über moderne Dachflächenfenster in die Räume. Elegante Überfristverglasungen ermöglichen sogar eine noch bessere Lichtausbeute. Besonders reizvoll sind auch Fensterlösungen mit integriertem Mini-Balkon – ein mobiler Dachaustritt macht es möglich.


Ganz gleich für welche Fensterlösung sich die Dachausbauer entscheiden: Um im Sommer den Gewächshaus-Effekt zu vermeiden, müssen sie für Verschattung vor den Fenstern sorgen. Optimal ist der außen liegende Sonnenschutz, denn er hält die Sonnenstrahlung bereits vom Eindringen in den Raum zurück. Entscheidend ist auch die gute Dämmung, denn sie schützt den Dachraum im Sommer vor Überhitzung und im Winter vor Auskühlung. Ein gut gedämmter Dachstuhl reduziert zudem in erheblichem Maß die Heizkosten. Die mit dem Dachausbau einhergehenden Energiesparmaßnahmen werden mit zinsgünstigen KfW-Darlehen gefördert. In manchen Bundesländern ist der Dachausbau genehmigungspflichtig. Ausbauwillige sollten daher bereits in der Planungsphase ein klärendes Gespräch mit den Mitarbeitern der zuständigen Baubehörde führen. Skizzen und Pläne können dabei sehr hilfreich sein.

Schallschutz beim Bauen

lps/He. Der eigenen Familie kann man Lärm schon mal verzeihen, aber sonst sollte es im Haus ruhig sein. Foto: BetonBild

Nur der richtige Baustoff schützt gegen Lärm

lps/He. Wir sind ständig von einer Geräuschkulisse umgeben, mal mehr, mal weniger. Umso wichtiger ist es einen Ort zu haben, der wirklich Ruhe bietet. Ein guter Schallschutz erhöht die Lebensqualität, sorgt für ungestörten Schlaf und gibt die Möglichkeit, sich zu jeder Tageszeit zu konzentrieren. Wie gut jedoch ein Baumaterial vor unliebsamem Lärm schützt, hängt von der Rohdichte ab. Und je massiver und schwerer ein Baustoff ist, desto höher ist die Rohdichte und desto besser die Luftschalldämmung.


Wände und Decken aus Transportbeton oder Betonbauteilen reduzieren den Luftschall – selbst wenn sie sehr schlank sind – auf ein Minimum. Anders als beim Luftschall, bei dem Geräusche wie Musik und Sprache durch die Luft übertragen werden, handelt es sich beim Körperschall hingegen um einen Schall, der sich in einem festen Körper ausbreitet. Er entsteht zum Beispiel beim Gehen auf einer Decke und strahlt in den darunter liegenden Raum ab. Eine Zwischenlage aus schwingungsdämpfendem Material zwischen Decke und Estrich – man spricht hier von einem schwimmenden Estrich – verhindert die Ausbreitung des Körperschalls. Eine weitere Ursache für störenden Lärm, die berücksichtigt werden muss, sind die Fenster. Ihre Schalldurchlässigkeit ist weitaus höher als die von Beton oder Leichtbeton. Zudem schützt Beton vor Brand, Feuchte und Wärme.

Funken statt Kabelsalat

lps/He. Ob Alt- oder Neubau, ein Funksystem ist komfortabel. Foto: Eaton

Moderne Gebäudetechnik für alte Häuser

lps/He. Altbauten und moderne Gebäudetechnik schließen sich schon lange nicht mehr aus, sodass ein energieeffizientes und komfortables Leben auch in Gebäuden mit hohen Decken und Holzdielen möglich ist. Einen Einstieg in die moderne Elektroinstallation ohne großen baulichen Aufwand bietet beispielsweise ein Funksystem: Denn wenn Beleuchtung, Rollläden, Jalousien, Beschattungssysteme und Heizungen automatisch überwacht und gesteuert werden, bringt dies ungeahnten Komfort in die eigenen vier Wände – ganz unabhängig davon, ob es sich um einen Alt- oder Neubau handelt.


Die Installation eines Funksystems gestaltet sich bereits in der Planungsphase völlig unkompliziert: Da alle Haustechnikfunktionen in ein System integriert sind und per Funk kommunizieren, sind Kabel überflüssig. Das vermeidet Baumaßnahmen, denn weder müssen Schlitze gestemmt noch Kanäle verlegt werden. Die drahtlose Steuerung erfolgt über Funksender und -empfänger, die beispielsweise in Form eines Funkschalters einfach dort aufgeklebt werden, wo sie benötigt werden: am Türrahmen, auf dem Nachttisch oder auch auf einer Glaswand. Die Flexibilität des Systems zeigt sich auch in seiner Ausbaufähigkeit, denn bereits vorhandene, konventionelle Elektrotechnik kann meist integriert werden, zum Beispiel die Funktaster mit vorhandenen Schalterprogrammen verschiedenster Hersteller. Im Zentrum stehen nur die Bedürfnisse der Bewohner.

Schöner wohnen mit Solar

lps/Bo. Solarkollektoren sind auch ein attraktives Gestaltungselement. Foto: BHW Bausparkasse/Wagner & Co.

Module direkt ins Dach integriert

lps/Bo. Solarenergie erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit, wenn es um den Einsatz erneuerbarer Energien geht. Und Photovoltaikanlagen gelten schon fast als Statussymbol. Für die einen sind sie sichtbares Zeichen für innovative Energieeffizienz. Die anderen mögen es lieber unauffällig. Sie integrieren die Module direkt in Dach oder Fassade. Bei dieser gebäudeintegrierten Photovoltaik (GIPV) werden die Module nicht auf das Dach montiert, sondern direkt in die Gebäudehülle eingebaut. Das Dach präsentiert sich so in einheitlicher Optik. Schmutz und Wasser perlen an der glatten Oberfläche ab. Diese GIPV-Module sind für jede Fläche geeignet, von Schräg- über Flachdach bis hin zur senkrechten Fassade. Für ein 40 Quadratmeter großes Dach mit GIPV-Modulen fallen nach Angaben der BHW-Bausparkasse Kosten von rund 20000 Euro an. Die Summe lässt sich zum Beispiel durch ein Bausparkasse-Darlehen oder einen zinsgünstigen KfW-Kredit aus dem Programm „Erneuerbare Energie Standard“
finanzieren. Unterm Strich verdienen Hausbesitzer schließlich mit ihrem Sonnenkraftwerk noch Geld: Seit 1. Juli beträgt die Vergütung für eingespeisten Strom rund 33 Cent pro kWh, Selbstnutzer erhalten knapp 21 Cent.


Diese gebäudeintegrierten Module eignen sich nicht nur für Neubauten, sondern auch für bestehende Gebäude. Steht die Komplettsanierung des Daches an, empfehlen sich GIPV-Module als Alternative zu Dachziegeln.

Optimal nach oben

lps/Bo. Die Treppe ist die Visitenkarte des Hauses. Foto: Kenngott

Treppen im Wohnbereich perfekt planen

lps/Bo. Treppen bringen Wohn- und Lebensgefühl zum Ausdruck und sind mit bestimmend, was die Raumatmosphäre anbelangt. So vielgestaltig wie ihre Umgebung sind auch ihre Erscheinungsbilder und die verwendeten Materialien. Im täglichen Auf und Ab stehen sie im Mittelpunkt. Dabei darf der Aspekt der Sicherheit nicht in den Hintergrund treten. Bei der Wahl der Treppe kommt es daher auf eine sorgfältige Planung an. Sie sollte stabil, standsicher und bequem begehbar sein und sich harmonisch ins Umfeld einfügen.
Einige zentrale Fragen sollte man sich vor der Entscheidung für eine bestimmte Treppe stellen: Wie wird die Treppe genutzt? Wo führt sie hin? Wird sie vergleichsweise wenig genutzt oder stark in Anspruch genommen? Die Stufenmaterialien Holz, Longlife, Metall, Marmor oder Granit entscheiden mit über die Wertbeständigkeit der Treppe. Leben Kinder und ältere Menschen mit im Haus, sollte insbesondere auf Geländer mit gut greifbaren Handläufen geachtet werden. Für alle Treppen gilt: Laufbreite und Auftrittsfläche sollte immer so ausgelegt sein, dass die Treppe sicher zu begehen ist. Baurechtliche Bestimmungen geben dabei Mindestgrößen vor, die nicht unterschritten werden dürfen. Nicht unerheblich für die Planung ist auch der Raum um die Treppe herum. Wie sieht es mit einer Garderobe aus? Soll der Raum unter der Treppe für einen kleinen Schrank oder als Arbeitsecke genutzt werden? Eine Treppe ist immer ein Blickfang und nicht selten Herzstück des Hauses. Bei aller Funktionalität sollte der Einbindung in das Wohnambiente daher größte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Allgemein geht der Trend derzeit weg von wuchtigen und massigen Konstruktionen wie Beton- oder Wangentreppen hin zur transparenten, freitragenden Treppe.

Neue EU-Richtlinie für den Energieausweis

lps/He. Auch eine Solaranlage hilft, den Anforderungen eines Niedrigstenergiehauses gerecht zu werden. Foto: SV

Sie gilt ab 2012 / Strengere Anforderungen

lps/He. Das Europäische Parlament hat am 18. Mai 2010 die neue Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD, Energy Performance of Buildings Directive) verabschiedet. Sobald die novellierte Richtlinie im EU-Amtsblatt veröffentlicht ist, tritt sie in Kraft. Die EU-Länder haben dann zwei Jahre Zeit – also bis 2012 – die Vorgaben der EU-Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.


Die neue Richtlinie schreibt vor, dass der Energiekennwert in Verkaufs- oder Vermietungsanzeigen künftig veröffentlicht werden muss. Kauf- oder Mietinteressenten muss der Energieausweis zur Einsichtnahme vorgelegt werden. Nach Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages muss Käufern bzw. Mietern der Energieausweis der Immobilie ausgehändigt werden. Ein Energieausweis muss dazu künftig zwei Maßnahmenpakete mit Hinweisen zur Umsetzung enthalten: eines für eine umfassende energetische Sanierung und eines für eine Modernisierung von einzelnen Bauteilen. Alle Mitgliedsstaaten müssen ein unabhängiges Kontrollsystem für Energieausweise etablieren. Dieses Kontrollsystem kann auch von unabhängigen Institutionen übernommen werden und muss Stichproben der ausgestellten Energieausweise beinhalten.


Energieausweise sollen in unabhängiger Weise von qualifizierten und/oder zugelassenen Experten ausgestellt werden. Zudem soll es eine regelmäßig aktualisierte Liste von Energieausweisausstellern geben. Auch die Aushangpflicht für Energieausweise wird erweitert. In allen öffentlichen Gebäuden mit regelmäßigem Publikumsverkehr soll er ausgehängt werden, sofern die Nutzflächen größer als 500 m² (bisher: 1000 m²) sind.


Ab spätestens 2015 gilt dies auch für öffentliche Gebäude ab 250 m². Ab 2021 sollen die Mitgliedsstaaten sicherstellen, dass alle Neubauten als Niedrigstenergiehäuser errichtet werden, hier liegt der Energiebedarf fast bei Null.

Bundes-Unterstützung

lps/He. Wer finanzielle Mittel in Anspruch nehmen möchte, sollte sich im Vorfeld gut über die Bedingungen informieren. Foto: KfW

KfW-Fördermittel rund ums Haus

lps/He. Es gibt viele Möglichkeiten, in den Besitz einer Immobilie zu kommen: Ob Erbschaft, Geschenk, Gewinn oder Kauf - für manche ist es der sehnlichste Wunsch und andere kommen eher zufällig in die Situation, Hausherr zu sein. Handelt es sich um ein älteres Gebäude, kommt heutzutage fast niemand mehr an einer Sanierung vorbei, denn es gilt, gewisse energetische Standards einzuhalten, um die Immobilie zu bewohnen, zu vermieten oder zu verkaufen. Da es sich dabei in den meisten Fällen um eine größere Investition handelt, sollte man gut vorbereitet und beraten an die Sache rangehen.


Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ der KfW Bankengruppe bietet für genau solche Situationen finanzielle Unterstützung in Form von zinsverbilligten Krediten mit Tilgungszuschüssen. Dabei gilt es einige Formalia zu beachten, damit man am Ende der Sanierungsarbeiten auch in den Genuss der KfW-Mittel kommt.


Grundsätzlich muss ein Antrag für ein Darlehen vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Als Beginn eines Vorhabens wird der Abschluss des notariellen Kaufvertrags beziehungsweise der „erste Spatenstich“, die geleistete Handwerkerleistung vor Ort oder die erste Abschlagszahlung bezeichnet.


Alternativ gilt die Frist für die Antragstellung aber noch als gewahrt, wenn vor Beginn der Sanierungsmaßnahme ein dokumentiertes Finanzierungsgespräch mit der Hausbank geführt und auf die KfW-Mittel hingewiesen wurde. Wird die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus beantragt, so muss dem Antrag die Bestätigung eines Sachverständigen beiliegen, dass die energetischen Ziele der Sanierung auch tatsächlich erreicht werden. Dazu zählen Energieberater, die im Bundesprogramm „Vor-Ort-Beratung“ zugelassen sind oder die die Berechtigung haben, Energieausweise auszustellen.

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