Böhme Zeitung
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Wohnen und Glas

Ein Wintergarten muss gut geplant werden

lps/Ww. Ein Wintergarten ist der Traum vieler Hausbesitzer. Sind die Baubehörden einverstanden, lässt er sich leicht verwirklichen. Damit man viel Freude mit diesem gläsernen Anbau hat, sollte man gut planen. Das beginnt schon bei der Wahl des Standortes: An der Nordseite des Hauses wird der Wintergarten von den Sonnenstrahlen abgeschattet. Er bleibt kühl und muss im Winter beheizt werden. Ein gläsernes Zimmer an der Ostseite fängt die Morgensonne ein und eignet sich besonders als Frühstücksplatz. Im Süden des Hauses ist ein Wintergarten im Sommer der Sonne ausgesetzt und muss belüftet und beschattet werden. Ein im Westen liegender Wintergarten wird von der späten Mittags- und der Abendsonne aufgewärmt und nimmt die gespeicherte Wärme mit in die Nacht.

Die Form des Wintergartens richtet sich nach Größe und Stil des Hauses. Jedes Extra - Erker, Zierleisten und Mehrgeschossigkeit - schlägt sich in seinem Preis nieder. Wie jeder andere Anbau muss auch ein Wintergarten auf festen Fundamenten stehen. Verwendet werden Streifen- oder Blockfundamente, mit 80 bis 100 cm Tiefe. Die Breite ergibt sich aus der Belastung aus Eigengewicht und möglicher Schnee- und Windlast. Auch ein breiter Balkon lässt sich in einen Wintergarten verwandeln.
Als Bodenbelag wählt man am besten Wärme speichernde Materialien wie Keramik, Naturstein oder auch Betonplatten. Darunter lässt sich für die Nutzung im Winter eine Fußbodenheizung installieren. Holzböden dagegen können die Sonnenenergie nicht aufnehmen und sie bleichen auch schnell aus. An der Außenseite ist eine Dämmung sinnvoll. So kann die Kälte nicht in die Erde unter dem Wintergarten eindringen.

Bei der Beschattung kann man zwischen innen liegender und außen liegender wählen. Entscheidet man sich für Jalousien im Inneren des Glashauses, so ist eine Belüftung nötig, da die Wärme bereits in den Wintergarten gelangt ist. Sommerliche Hitze lässt sich dagegen besser ausschließen, wenn man die Beschattung vor der Außenhaut des Glashauses anbringt.

lps/Ww. Mit einem Wintergarten verschafft man dem Haus eine individuelle Note. Foto: interpane glas AG

Genehmigung für Carport?

Verschiedene Gesetze in den Ländern

lps/Du. Wenn man einen Carport bauen will, gilt für das Bauantragsverfahren grundsätzlich die jeweilige Landesbauordnung (LBO), deshalb ist die baurechtliche Behandlung von Carports auch von Bundesland zu Bundesland verschieden. Es gibt einige Länder, in denen man einen Carport genehmigungsfrei errichten kann, während in anderen Bundesländern entweder ein kompletter Bauantrag mit Statik oder eine Bauanzeige erforderlich ist.

Natürlich müssen auch in den Ländern, in denen eine Baugenehmigung nicht erforderlich ist, die baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Diese Vorschriften ergeben sich aus der BauNVO, dem Nachbarrecht und, wenn vorhanden, aus dem Bebauungsplan. Manchmal ist lediglich dann eine Baugenehmigung erforderlich, wenn der Carport an die Grenze zum Nachbargrundstück gebaut wird, auch die Genehmigung der Nachbarn kann erforderlich sein.

Im Bebauungsplan kann die Art und Weise der Beantragung (Bauanzeige oder Bauantrag) festgelegt sein. Weiterhin kann ein Bebauungsplan Festlegungen für die mit einem Carport überbaubare Grundstücksfläche enthalten. Ist kein Bebauungsplan vorhanden, so muss sich der Carport in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen.

Neben den genauen (allerdings von Ort zu Ort unterschiedlichen) Grenzabständen spielt auch das Bauvolumen eine Rolle. Meist geht es dabei um die Maße des Carports. So gibt es Regeln für die Länge, die Höhe, die Größe des Carports gegebenenfalls mit angebauten Abstellräumen oder das Vorhandensein anderer Nebeneinrichtungen an der Grundstücksgrenze.

Keine Angst vor Energieverlust

Wärme hinter Glas dank neuer Technik

lps/Ww. So mancher Hausbesitzer hat schon mit dem Gedanken gespielt, seine Wohnfläche durch den Anbau eines Wintergartens zu vergrößern. Einzig der befürchtete Wärmeverlust durch die Glasfronten schreckt da jedoch oft ab. Dabei geht durch moderne Wintergartenscheiben weit weniger Wärme verloren, als vermutet: Mit verschiedenen Warm- und Superwarmgläsern werden sogar Dämmwerte erreicht. Modernes Warmglas sorgt beispielsweise dafür, dass der Wärmeverlust fast 3-mal geringer ist als bei den früher üblichen Thermopane-Scheiben aus den 80er Jahren. Das spart Kosten und ist gut für die Umwelt. Heizungsluft sowie Wärmestrahlen werden von der Scheibe reflektiert, die Sonneneinstrahlung hingegen kann nahezu ungehindert passieren. Das bedeutet optimale Wärmedämmung und gleichzeitig einen ungetrübten Blick nach draußen. Frostige Kältezonen sowie Zugeffekte gibt es nicht mehr, denn durch die hohe Wärmedämmung bleiben die Innenscheiben angenehm warm. Scheiben mit einer 3fach-Verglasung, doppelter Wärmefunktionsschicht und hochwertiger Gasfüllung im Scheibenzwischenraum lassen das Haus über das Sonnenlicht quasi Wärme "tanken" und sorgen für Behaglichkeit auch im härtesten Winter. Bei entsprechendem Scheibenaufbau und mit "warmer Kante" erreicht Superwarmglas einen Ug-Wert von 0,5 W/m?K.

Erreicht wird dies durch einen Verbund aus zwei oder drei Scheiben, von denen eine oder mehrere mit einer nahezu unsichtbaren Edelmetallbeschichtung ausgestattet sind. Ein spezielles Gas im Scheibenzwischenraum verstärkt die Wirkung. Eine zusätzliche Verbesserung bewirkt ein spezieller Randverbund, bei dem das Aluminium im Abstandhalter durch eine so genannte "warme Kante" ersetzt wird, deren Wärmeleitfähigkeit deutlich geringer ist. Damit wird im Glas-Rahmen-Bereich eine Temperaturverbesserung bis zu 4° C erzielt.

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