Samstag, 17.11.2018
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Deutsche glauben an langfristiges Liebesglück

Wenn es um die Haltbarkeit von Liebesbeziehungen geht, sind die Deutschen weitgehend optimistisch. Auseinandergehende Vorstellungen über die wichtigsten Eigenschaften in einer Partnerschaft beeinflussen die Dauer der Beziehung.

Nach einer Umfrage des IfD Allensbach glauben 72 Prozent der Deutschen an die Liebe fürs Leben, bloß 14 Prozent sind der gegenteiligen Ansicht. Tatsächlich halten die Ehen in Deutschland wieder länger, wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat (Pressemitteilung als PDF). 2013 betrug die durchschnittliche Ehedauer bis zur Scheidung 14 Jahre und 8 Monate, das sind 3,1 Jahre mehr als noch vor 20 Jahren. Rund 169.800 Ehen wurden im Jahr 2013 geschieden, gegenüber dem Vorjahr sind das 5,2 Prozent weniger Scheidungen. Dabei wurde in 52 Prozent der Fälle der Scheidungsantrag von der Frau eingereicht, in nur 40 Prozent der Fälle wurde die Scheidung vom Mann in die Wege geleitet.

Beziehungen gehen oft aus bestimmten Gründen in die Brüche

Warum es dennoch immer weniger Paaren gelingt, den Bund fürs Leben langfristig zu schmieden, geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamts nicht hervor. Nach einer Studie des Dating-Portals Elitepartner von 2012 sind aber wiederholtes Fremdgehen (72 %), Betrug (71 %), Routine in der Beziehung (51 %), häufige Streitereien (50 %) und fehlende Unterstützung durch den Partner (50 %) die fünf größten Trennungsgründe. Dieser Studie zufolge sind es eher die Frauen, die einen Schlussstrich ziehen, wenn die Beziehung aus erwähnten Gründen nicht mehr funktioniert. Große Abweichungen zeigen sich in Bezug auf den Rückhalt, der in einer Beziehung erlebt wird: Während 55 % der Frauen eine Trennung in Betracht ziehen, wenn ihnen der Partner nicht genügend Verständnis und Unterstützung entgegenbringt, sehen darin nur 43 % der Männer einen Grund für ein Beziehungsaus.

Wie in einer Partnerstudie des Instituts für Soziologie an der LMU München herauskam (Ergebnisse in der PDF), sind es nicht so sehr Attraktivität oder sozialer Status des Partners, die in einer Beziehung für Stabilität sorgen, sondern vielmehr Faktoren wie Verlässlichkeit, gemeinsame Werte und Einstellungen sowie Sicherheit und Geborgenheit.

Rückhalt maßgeblich in einer erfüllenden Beziehung

Die verschiedenen Studien legen nahe, dass es eine Chance auf die lebenslange Liebe gibt, wenn man auch mit dem Partner fürs Leben zusammengekommen ist. Beziehungen scheitern, weil zwei Menschen eine Partnerschaft eingehen, obwohl sie einander nicht das bieten können, was sie sich von einer festen Beziehung wünschen. Naturwissenschaftler würden sagen, dass die Chemie letztlich wegen der geringen genetischen Kompatibilität nicht stimmte. In der Esoterik geht man davon aus, dass eine Beziehung dauerhaft unter einem guten Stern steht, wenn sie auf einer Seelenpartnerschaft gründet. Zutreffend könnte sein, wie bereits Adam Grant, ein Professor an der Wharton School, anführte, dass das Geheimnis einer dauerhaften Beziehung darin liegt, dem Partner mehr zu geben und selbst weniger zu nehmen. Somit scheint vor allem der erfahrene Rückhalt in einer Beziehung über deren Bestehen zu entscheiden.

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