Böhme Zeitung
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Pflanzzeit für Zwiebelblumen

lps/Ww. Im Herbst muss man Blumenzwiebeln setzen, um im Frühjahr die Farbenpracht der Blüten genießen zu können. Foto: Karstens

Narzissen und Co. werden im Herbst gesetzt


lps/Ww. Nach einem langen Winter sind es die Zwiebelpflanzen, die den Gartenfreund im Frühjahr mit den ersten Blüten erfreuen. Damit man eine solche Farbenpracht nach dem Grau der kalten Jahreszeit genießen kann, heißt es schon im Herbst Vorsorge zu tragen: Jetzt ist es Zeit, Blumenzwiebeln zu setzen. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass man sich für möglichst große Zwiebeln entscheidet. Sie haben die meisten Nährstoffe gespeichert und lassen auf große Blütenansätze hoffen. Kauft man gleich zu Herbstbeginn, ist die Auswahl an Zwiebelblumen am größten. Bis zur Pflanzung kann man sie an einem kühlen und trockenen Ort lagern.


Vor dem Einsetzen der Knollen und Zwiebeln sollte man sich einen Plan machen: Wo im Beet sollen wie viele Blumen blühen, welche Farben sollen vorherrschen und miteinander kombiniert werden? Ein möglichst natürliches Bild erzielt man, wenn man einige Zwiebeln in die Hände nimmt und über dem Beet leicht in die Luft wirft: Wo sie am Boden auftreffen, sollte man sie einsetzen. Hübsch ist auch die gruppenweise Anordnung von Frühjahrsblühern.


Vielzehrer wie Tulpen und Lilien vertragen eine Gabe Kompost. Schneeglöckchen und Krokusse sind genügsamer. Beide Zwiebelgewächse wirken wie auch Narzissen besonders hübsch, wenn man sie gruppenweise und vereinzelt auf eine Rasenfläche - etwa unter einem Baum - pflanzt. Anemonen in Rot- und Lilatönen und Tulpen in Gelb, Rot und Violett dagegen machen sich in Beeten und Rabatten besser. Auflockern kann man die Beetgestaltung mit zarten Traubenhyazinthen, die es in Blau und Weiß gibt.


Je größer die Zwiebel oder Knolle, desto tiefer muss sie in die Erde eingesetzt werden: Anemonen benötigen nur eine etwa fünf Zentimeter hohe Bodendecke, Tulpen liegen in 15 Zentimetern Tiefe richtig und Kaiserkronen finden 25 Zentimeter unter der Erdoberfläche die besten Bedingungen für einen späteren festen Stand.

Im Herbst schon für Farbe sorgen

lps/Ww. Wenn die Vegetation ihre Winterpause einlegt, kann ein Garten recht trostlos wirken. Im Herbst kann man dem mit Pflanzungen und Gartendekorationen vorbeugen. Ein paar immergrüne Pflanzen wie beispielsweise Efeu, Buchsbaum oder Ilex sorgen für eine Auffrischung. Mit winterfesten Skulpturen, die aus dem Grün hervor blinzeln, verleiht man dem Garten einen Zauber. Ilex und Wildrosen sorgen mit ihren roten Beeren und Hagebutten nicht nur für bunte Abwechslung, sie bringen als Vogelfutter auch Leben in den Garten. Unterstützen kann man das, indem man ein Futterhäuschen aufstellt und Meisenringe in die Zweige von Laubbäumen hängt. Frostsichere Keramiken und steinerne Fabelwesen, aber auch farbige Rosenkugeln geben dem Garten einen ganz persönlichen Charakter. In Töpfen und Kübeln, die auch tiefen Temperaturen standhalten, kann man mit in Form geschnittenem Buchs, der mit Pflanzensteckern aus bemaltem Eisen dekoriert wird, auf der verwaisten Terrasse Akzente setzen. Auch Rankgerüste, Pavillons und Gartenhäuschen, die im Herbst mit einem farbigen Anstrich versehen wurden, helfen, trübe Tage fröhlicher zu machen. Hat man im Herbst Buchs und Thuja in Form geschnitten, beleben ihre geometrischen Gestalten im Winter die Beete. Im Herbst sorgen Chrysanthemenkugeln zwischen den Immergrünpflanzen für bunte Farbtupfer. Die früh einsetzende Dunkelheit nutzt man, um mit Windlichtern und Fackeln eine heimelige Stimmung zu zaubern.

Herbstzeit - Erntezeit

Arbeiten vor dem ersten Frost


lps/Ww. Im Herbst ist die Zeit gekommen, das Obst und Gemüse zu ernten, das man im Garten selbst gezogen hat. Andererseits müssen Vorbereitungen für den Winter getroffen werden. Es gilt, Obstbäume zu beschneiden, Hecken in Form zu bringen und Rosen mit einem Kälteschutz zu versehen. Kübelpflanzen, die den Sommer im Freien verbracht haben, siedeln in den Wintergarten um.


Sobald Frostgefahr besteht, müssen empfindliche Früchte geerntet werden. Das betrifft etwa Kürbisse, Zucchini und Tomaten. Auch Sellerie und Knollenfenchel vertragen keine stärkeren Fröste. Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch werden nun in Töpfe umgepflanzt und ins Haus geholt, damit man sie auch im Winter noch frisch in der Küche verwenden kann. Bis nach dem ersten Frost kann man sich Zeit für die Ernte von Grünkohl lassen. Vor dem Frost aber sollten alle anderen Kohlarten und auch Möhren in Mieten (Erdgruben) oder im Keller gelagert werden. Wer Feldsalat im Frühjahr ernten möchte, muss ihn spätestens bis Mitte September gesät haben.


Obst ist reif, wenn die ersten gesunden Früchte vom Baum fallen. Um Schädlingsbefall zu vermeiden, muss Fallobst regelmäßig aufgesammelt werden. Andernfalls kriechen Maden aus befallenen Früchten in die Erde und verpuppen sich dort. Ideal ist es, wenn Obstwiesen beweidet werden und madiges Fallobst vom Vieh gefressen wird.


Kranke Früchte darf man nicht am Baum lassen, da sich der Krankheitserreger sonst weiter verbreiten kann. Befallenes Obst wird gepflückt oder aufgelesen und vernichtet. Auf keinen Fall darf es in den Kompost gelangen.

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