Sonntag, 18.11.2018
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Oldtimer machen das Rennen bei den Geldanlagen

Mercedes Oldtimer by Casey Hugelfink, on Flickr

Wer einen Oldtimer besitzt, hat vielleicht seine Altersvorsorge in der Garage zu stehen. Seit 1999 steigen die Preise für Oldtimer, bis 2011 haben sie sich nahezu verdoppelt. Im vergangenen Jahr legte der Oldtimer-Index laut Verband der Automobilindustrie (VDA) um 8,1 Prozentpunkte zu. Besonders in der zweiten Jahreshälfte habe sich ein deutlicher Aufwärtstrend gezeigt, wodurch der Oldtimer-Index von  2.023 auf 2.186 Punkte kletterte. Auch 2014 gehören betagte Autos zu den Spitzenreitern in der Wertentwicklung.

Nach aktuellem "Luxury Investment Index" der weltgrößten unabhängigen Vermögensberatung Knight Frank verbucht der HAGI Index für klassische Autos einen Preisaufschlag von 469 Prozent für das vergangene Jahrzehnt. Der Oldtimermarkt erweist sich demnach als enorm renditestark. Der Aktienmarkt wurde von den Oldtimern in einer Zeitspanne von fünf Jahren überholt. Danach werfen erst wieder Münzen den meisten Profit ab, so das Ergebnis der Knight Frank-Analyse.

Rendite durch Leidenschaft
Anders als bei Aktien besteht bei Oldtimern ein geringeres Risiko zum Totalverlust. Daraus ließe sich die wachsende Nachfrage erklären. Der Verkauf von Oldtimern auf Online-Automarktplätzen wie Autoscout24 lockt außerdem potentielles Zielpublikum in einer größeren Reichweite an. Zudem würde die Investition in historische Fahrzeuge einen gewissen Inflationsschutz bieten, weil der Oldtimermarkt von den allgemeinen Finanzwerten abgespalten sei, so das Argument von Oldtimer-Enthusiasten.

Den höchsten Wert haben Autos, die mit einer echten Rennsporthistorie glänzen. Entsprechend hoch pokern lässt sich daher mit bereits beliebten Modellen, etwa solchen von Porsche, Ferrari oder Mercedes. Neben einem guten Gespür für den richtigen Goldesel braucht es für die Wertsteigerung eines Wagens außerdem Arbeit und Pflege. In Oldtimer muss man erst einmal viel Geld investieren bis daraus eine gute Rücklage wird. Nicht ertragreich wäre es zum Beispiel, einen gekauften Oldtimer restaurieren zu lassen und sofort wieder auf dem Markt feilzubieten. In die Renditeprognose einzuberechnen sind obendrein entstehende Nebenkosten (u. a. Unterbringung in einer Garage) sowie die Gefahr einer Preisblase.

Gegenüber Aktien können Oldtimer jedoch vor allem mit einem emotionalen bzw. Liebhaberwert punkten. Der Fahrspaß, den ein Oldtimer bereithält, stellt auch eine Form von Extrarendite dar. Um einen Oldtimer als lohnenswerte Geldanlage nutzen zu können, muss ein wenig Herzblut dabei sein. Bei wem das nicht gegeben ist, der wird mit den bei Oldtimern üblichen Wertschwankungen nur schwer umgehen können. Wer sich an Münzen mehr erfreuen kann, ist damit auch besser bedient.

Bildquelle: Flickr Mercedes Oldtimer Casey Hugelfink CC BY SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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