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Für das Alter sorgen

lps/Du. Auf die gesetzliche Altersrente sollte man nicht vertrauen, Zusatzversicherungen sind sinnvoll. Foto: Gregthorme

Finanziell abgesichert sein – Rentenversicherungen

lps/Du. Begriffe wie Riester- Rente, Rürup-Rente, Rentenfonds und private Rentenversicherung, um nur einige wenige zu nennen, sind ständig in den Medien präsent. Aber wer versteht eigentlich wirklich, was hinter all den Begriffen steckt?

Um es Interessierten etwas leichter zu machen, seien hier die wichtigsten, die geläufigsten, aber auch eher unbekannten dennoch nicht weniger wichtigen Begriffe einmal auf einen Blick zusammengestellt.

Die private Rentenversicherung ist eine zu den Kapitalversicherungen zählende Versicherungsform, bei der es zur Auszahlung einer monatlichen Rente von einem bestimmten Alter an bis zum Tod kommt. Im Gegensatz zur eigentlichen Lebensversicherung wird bei einer Rentenversicherung das Todesfallrisiko nicht mit versichert. Unter sonst gleichen Bedingungen (Prämienhöhe, Zahlweise usw.) ist die Ablaufleistung einer Rentenversicherung deshalb immer höher.

Der Begriff Rente ist eine Sammelbezeichnung für regelmäßig erfolgende Zahlungen, die durch einen Rechtsanspruch begründet sind. Rentenformen sind u. a. die ewige Rente (z. B. eine Grundrente), die Leibrente (die Rentenzahlung ist an eine Person gebunden) und die Zeitrente (die Rentenzahlung erfolgt nur für einen bestimmten Zeitraum).

Die seit Januar 2005 eingeführte staatlich geförderte Rentenart ergänzt die bisherigen Altersvorsorgeformen. Bei der Rürup-Rente werden schrittweise steigend die Beiträge zur Altersvorsorge steuermindernd eingesetzt. Seit 2005 können Alleinstehende jährlich 12000 Euro (Verheiratete 24000 Euro) steuermindernd geltend machen; der Betrag erhört sich pro Jahr um zwei Prozent und erreicht 2025 mit 20000 Euro (Verheiratete 40000 Euro) die Obergrenze. Es gelten allerdings umfangreiche Sonderbestimmungen. Die Rürup-Rente ist nach dem Berater der Bundesregierung, Prof. Dr. Bert Rürup benannt.

Neue Förderung nutzen

Richtig "riestern"

lps/Cb. Der Bau oder Kauf eigener vier Wände ist ein Traum vieler Menschen, denn in Deutschland ist die Eigentumsquote beim Wohnen noch vergleichsweise niedrig. Der Staat hat ein Interesse an der Bildung von privatem Wohneigentum. Deshalb fördert er jetzt auch das Bausparen mit Zulagen und Steuervorteilen wieder stärker. Gewährt werden 154 Euro Grundzulage jährlich für Alleinstehende. Verheiratete können mit dem Doppelten rechnen. 185 Euro Kinderzulage jährlich gibt es für jedes kindergeldberechtigte Kind, für ab 2008 geborene Kinder sogar 300 Euro. Der Mindesteigenbetrag inklusive Zulagen liegt bei 4 Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens. Bis zu 2100 Euro können jährlich gefördert werden. Zahlt man weniger, fällt auch die Zulage geringer aus. Das Finanzamt prüft, ob sich neben der Zulage eine zusätzliche Steuerersparnis durch Abzug der Beiträge als Sonderausgaben ergibt. Unmittelbar Förderberechtigte erhalten einmalig eine um 200 Euro erhöhte Grundzulage, wenn sie vor Vollendung des 25. Lebensjahres einen Riester-Vertrag abschließen. Auch ohne "Wohn-Riester" lohnt sich Bausparen. Anspruch auf die staatliche Wohnungsbauprämie (ab dem 16. Lebensjahr) besteht, wenn das Einkommen die Grenzen nicht übersteigt. Sie liegen für Ledige bei 25600 Euro, für Verheiratete bei 51200 Euro zu versteuerndem Einkommen. 8,8 Prozent Prämie gibt es auf höchstens 512 Euro jährlich für Alleinstehende (bei Verheirateten auf 1024 Euro) jährliche Sparleistung.

Für die zusätzliche Arbeitnehmer-Sparzulage gelten niedrigere Einkommensgrenzen: 17900 Euro für Alleinstehende und 35800 Euro für Verheiratete. Bei ab 2009 abgeschlossenen Verträgen erhalten Bausparer die Wohnungsbauprämie nur dann, wenn das Guthaben nachweislich wohnwirtschaftlich verwendet wird.

lps/Cb. Förderung des Wohneigentums. Foto: Tourismuszentrale Rügen

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