Dienstag, 20.11.2018
Homepage » Ratgeber » Rundum gesund » Gefahr durch Stress

Wie sich Stress in Körper und Seele äußert

Stress ist ein wichtiges Signal, das nicht ignoriert werden sollte

(dpa/tmn) Vor der Arbeit die Kinder an der Schule absetzen, im Büro rasch ein wichtiges Meeting vorbereiten, dann einen heiklen Spezialauftrag vom Chef erledigen, und nach der Arbeit steht noch den Wochenendeinkauf auf dem Programm: So einen Tagesablauf empfinden viele Menschen als stressig – und reagieren mit negativen seelischen und körperlichen Signalen. Sie fühlen sich ausgelaugt und werden irgendwann krank.

„Auf Dauer schädigt Stress“, bestätigt der Psychologe und Mediziner Prof. Joachim Kugler von der Technischen Universität Dresden. Allerdings nimmt jeder Mensch Stress unterschiedlich wahr: „Was für den einen Stress ist, ist für den anderen eine Herausforderung, und der dritte sieht es neutral.“ Wie zeitlich eingespannt jemand ist, spielt dabei keine Rolle, ergänzt Prof. Frank Schneider. Stress sei immer ein „ans Limit gehen“, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin.

Wer nicht rechtzeitig gegensteuert, läuft Gefahr, in einen Abwärtsstrudel zu geraten. „Stress ist ein Signal – wie beim Autofahren, wenn das Benzin zur Neige geht und eine gelbe Lampe aufleuchtet“, beschreibt Prof. Nossrat Peseschkian das Phänomen. Der Psychotherapeut und Neurologe aus Wiesbaden wertet Stress als Ausdruck einer Konfliktsituation, die ungelöst zu Krankheit führt.

Auf mehreren Ebenen lässt sich Stress feststellen: auf der subjektiven, indem der Betroffene sich gestresst fühlt und darüber Auskunft geben kann. Auf der körperlichen können es psychosomatische Erkrankungen wie Bauch-, Kopf- oder Rückenschmerzen, Herzrasen und Asthmaanfälle sein, zählt Kugler auf. Auf der Verhaltensebene drückt sich Stress etwa durch schlechten Schlaf oder den Griff zu Suchtmitteln wie Alkohol aus. Auch wer zu- oder abnimmt, öfters ängstlich ist, schnell aus der Ruhe gerät oder sich immer mehr abkapselt, leidet womöglich unter Stress. „Chronische Stresssymptome ähneln denen einer Depression“, fasst Schneider zusammen.

Objektive Auskunft gibt der Hormonstatus: Wie bei jemandemww, der zehn Kilometer joggt, steigt der Cortisol-Spiegel im Speichel von Gestressten nachweisbar an. Fußballtrainer vor einem wichtigen Spiel oder Börsenmakler beim Handelsstart würden zwar nie zugeben, dass sie sich gestresst fühlen, sagt Kugler. Aber Studien hätten belegt, dass sie dann mehr Cortisol im Körper haben als sonst. Diese Veränderung erkläre zum Beispiel die Magenschmerzen, die manche Menschen bei Stress bekommen. „Das Stresshormon Cortisol nimmt den Säureschutz der Magenschleimhaut weg.“ Außerdem bringt das Hormon das Immunsystem kurzfristig auf Hochtouren, langfristig aber fährt es die Abwehrkräfte herunter – so dass der Gestresste sich zum Beispiel schneller als sonst einen Schnupfen holt.

Wichtig ist daher, positiven wie negativen Stress stets gut zu bewältigen. Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sind eine Möglichkeit. „Damit ist es möglich zu lernen, bestimmte Situationen ohne schädlichen Stress zu durchleben“, sagt Schneider. Er selbst lege in anstrengenden Momenten zum Beispiel auch mal den Telefonhörer beiseite und sammele sich zwei Minuten, bis er wieder geerdet sei.

„Wenn jemand gelernt hat, seine Energie auf viele Lebensbereiche zu verteilen, kann er sehr gut mit Überraschungen des Lebens umgehen“, sagt auch Peseschkian. Er rät, Stressfaktoren grundsätzlich positiv zu deuten: Angst sei ein Zeichen dafür, dass jemand bestimmten Fragen aus dem Weg geht. Aggressivität weise darauf hin, dass Gefühle ausgedrückt werden wollen. Eine depressive Stimmung deute an, dass jemand bislang keine Entscheidung getroffen hat. Zur Stressbewältigung gehöre, zunächst zu beobachten, was passiert ist. Dann sollte „inventarisiert“ werden: Wann, wo und wie ist es zum Stress gekommen? Wie habe ich reagiert? Im dritten Schritt geht es um die Frage: Was habe ich aus dieser Krise gelernt? Wie habe ich sie bewältigt? Und schließlich sollte sich jeder Punkte im Leben suchen, die er immer fest im Blick hat: „Wenn man Ziele hat, kann man Stress besser bewältigen“, ist der Experte überzeugt.

Foto:dpa

Immer höher, immer weiter, immer schneller

Zwei Millionen Berufstätige dopen am Arbeitsplatz

Rund zwei Millionen Arbeitnehmer haben trotz hohen Suchtrisikos schon einmal ihre Leistung mit Pillen steigern wollen. Fast 800.000 Menschen nehmen regelmäßig leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Arzneimittel als Doping am Arbeitsplatz. Das ist das Ergebnis einer DAK-Umfrage im Rahmen des aktuellen Gesundheitsreports.

So nehmen vier von zehn „Dopern“ die Medikamente täglich bis mehrmals wöchentlich ein. Als Bezugsquelle nennt jeder Fünfte Kollegen, Freunde und die Familie, mehr als jeder Zehnte den Versandhandel. Während Männer eher zu aufputschenden und konzentrationsfördernden Präparaten neigen, bevorzugen Frauen beruhigende Mittel gegen depressive Verstimmung oder Ängste.

Zu den Medikamenten, mit denen vorzugsweise gedopt wird, gehören Antidepressiva, Mittel gegen Demenz und gegen Aufmerksamkeitsstörungen. Missbräuchlich angewendet wird unter anderem der Wirkstoff Piracetam. Dieses Mittel ist zur Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen wie beispielsweise Demenz zugelassen. Lediglich 2,7 Prozent der DAK-Versicherten, denen Piracetam verordnet wurde, weisen diese Diagnose auf. 83 Prozent der Berufstätigen bekamen dieses Mittel bei anderen zulassungsüberschreitenden Diagnosen verschrieben. Bei knapp 15 Prozent der Versicherten erfolgte die Piracetam-Verordnung ganz ohne Diagnose.

Die DAK warnt davor, derartige Medikamente ohne medizinische Begründung einzunehmen, nur um seine Leistung zu steigern oder besser drauf zu sein. „Konzentriert, kreativ, karrierebewusst: Der Wunsch, immer perfekt sein zu müssen, lässt sich auch durch Medikamente nicht erfüllen“, warnt DAK-Chef Herbert Rebscher. Es bestehe auf lange Sicht ein hohes Nebenwirkungs- und Suchtpotenzial.

Foto: DAK

Hirnleistung aus dem Medizinschrank?

Foto: dak

Was wirklich in den "Neuro Enhancern" steckt

Antidepressiva für die Seele, Betablocker für das Herz und Nootropika gegen Demenz: Eigentlich zur Bekämpfung schwerer Krankheiten zugelassen, wecken diese Medikamente jetzt auch das Interesse gesunder Menschen mit dem Wunsch nach Perfektion. Die Pharmazeutika sollen sie konzentrationsstärker und leistungsfähiger machen. Mögliche Langzeitfolgen durch ihren Einsatz sind jedoch noch völlig unklar.

Die DAK erklärt Wirkungen und Risiken einiger „Neuro Enhancer“.

1. Methylphenidat: „Kokain“ fürs Büro

Der Wirkstoff: Methylphenidat ist eine kokainähnliche Substanz und wird vor allem zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizits- und Hyperaktiviätsstörung (ADHS) bei Kindern eingesetzt. Da das Mittel dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt, ist die Therapie nicht unumstritten.

Die Wirkung: Das Arzneimittel sorgt dafür, dass die Konzentration des „Glückhormons“ Dopamin im Körper steigt. Dadurch wirkt Methylphenidat antriebssteigernd und stimmungsaufhellend.

Das Do-ping-Potenzial: Gesunde erhoffen sich eine Steigerung ihrer Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sowie die Unterdrückung ihrer Müdigkeit. Bekannt ist, dass Studenten es in Prüfungssituationen einnehmen.

Die Risiken: Methylphenidat kann für Übelkeit sorgen, Pulsfrequenz und Blutdruck erhöhen. Sehr häufig sind Nervosität und Schlaflosigkeit, manche Konsumenten reagieren aggressiv. Auch Fieber, Schwindel, Halluzinationen und Psychosen sind nicht ausgeschlossen. Überhöhte Dosen können zu Herzrhythmusstörungen führen, psychische Störungen verursachen und abhängig machen.

2. Modafinil: Wachmacher mit Nebenwirkungen

Der Wirkstoff: Modafinil wird aufgrund seiner stimulierenden Wirkung zur Behandlung der krankhaften Schlafneigung Narkolepsie eingesetzt.

Die Wirkung: Wie Modafinil genau wirkt, ist nicht bekannt. Anders als Methylphenidat lässt es nicht den Dopaminspiegel steigen, sondern verlangsamt vermutlich die Ausschüttung eines schlaffördernden Botenstoffes und hält Narkoleptiker auf diesem Wege wach.

Das Doping-Potenzial: Gesunde versprechen sich eine gesteigerte Aufmerksamkeit und Wachheit, ohne einen Rausch zu erleben – zum Beispiel, um auf Geschäftsreisen einen Jetlag zu vermeiden.

Die Risiken: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall sind die häufigsten Nebenwirkungen. Forscher nehmen zudem an, dass die Einnahme von Modafinil langfristig die Leistung verschlechtert statt verbessert. Da nicht genau bekannt ist, wie das Mittel wirkt, können gesundheitliche Langzeitfolgen nicht ausgeschlossen werden.

3. Piracetam: Schnelldenken auf Rezept?

Der Wirkstoff: In Deutschland ist Piracetam das meistverordnete Mittel gegen Demenz. Auch wenn seine dauerhafte Wirkung umstritten ist, wird es zur Behandlung von Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, vorzeitiger Ermüdung, Antriebs- und Motivationsmangel eingesetzt.

Die Wirkung: Piracetam regt den Hirnstoffwechsel an und bewirkt dadurch bei Demenzkranken eine zumindest vorübergehende Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten.

Das Doping-Potenzial: In klinischen Studien zeigte sich, dass vor allem das Sprachzentrum des Gehirns angeregt wird – davon wollen auch Gesunde profitieren, beispielsweise Studenten beim Vokabellernen.

Die Risiken: Die Nebenwirkungen von Piracetam sind zahlreich: Neben Schlafstörungen, Nervosität, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall kann es auch zu Depressionen, Angststörungen und aggressivem Verhalten kommen.

4. Fluoxetin: Glückspillen mit Suizidgefahr

Der Wirkstoff: Fluoxetin zählt zu den am häufigsten verschriebenen Mitteln gegen Depression, nicht zuletzt deshalb, weil es im Vergleich zu anderen Antidepressiva nicht ermüdend wirkt.

Die Wirkung: Das Medikament erhöht künstlich den Serotonin-Spiegel im Körper und wirkt dadurch stimmungsaufhellend.

Das Doping-Potenzial: In den USA wird der Wirkstoff unter dem Namen Prozac eingenommen, weil er das Leben vermeintlich leichter macht.

Die Risiken: Die wohl fatalste Nebenwirkung von Fluoxetin ist die erhöhte Selbstmordgefahr. Daneben besteht bei einem Langzeitgebrauch das Risiko einer Abhängigkeit. Weitere unerwünschte Folgen wie Unruhe, Angst, Verwirrtheit bis hin zu Wahnvorstellungen wirken dagegen fast harmlos. Körperlich kann das Mittel unkontrollierbare Krämpfe hervorrufen, Knochenbrüche und Osteoporose begünstigen, Sexual- und Leberfunktionen stören und sogar Magersucht hervorrufen.

5. Metoprolol: Herzmittel gegen Lampenfieber

Der Wirkstoff: Der Betarezeptorenblocker Metoprolol ist für die Therapie von Bluthochdruck und koronaren Herzerkrankungen zugelassen. Daneben wird es auch zur Vermeidung von Migräneattacken eingesetzt.

Die Wirkung: Metoprolol hemmt die aktivierende Wirkung der „Angsthormone“ Adrenalin und Noradrenalin im Körper und sorgt damit für die Dämpfung von Stressempfindungen.

Das Doping-Potenzial: Es gibt Hinweise, dass Betablocker beispielsweise von Managern, Politikern und Berufsmusikern konsumiert werden, um Stressempfindungen wie Lampenfieber besser bewältigen zu können.

Die Risiken: Mögliche unerwünschte Folgen sind Störungen des Gehirns wie Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Verwirrtheit und Halluzinationen. Körperliche Nebenwirkungen sind Durchblutungsstörungen und akute Verkrampfungen der Luftwege, die im schlimmsten Fall Asthmaanfälle auslösen. Der Herzschlag kann sich zudem auf unter 60 Schläge pro Minute verlangsamen, Männern droht Impotenz.

Wenn der Akku leer ist

Burn out: es kann jeden treffen

(psg). Starker Zeit- und Erfolgsdruck im Beruf, dazu Ärger mit dem Partner: Viele Menschen in Deutschland leiden unter Dauerstress. Folgt auf Phasen der Anspannung keine Erholung, droht das sogenannte Burnout-Syndrom. Der englische Begriff  Burnout“ bedeutet  ausbrennen“ und bezeichnet einen chronischen Erschöpfungszustand.  Damit es gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, für Ausgleich zu sorgen und sich gezielt zu entspannen“, empfiehlt Dr. Christiane Roick, Ärztin im AOK-Bundesverband. Während manche am liebsten beim Sport Dampf ablassen, erholen sich andere am besten bei Entspannungstechniken wie autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung.

Eigentlich hatte Ralph Schwaiger seinen Traumberuf. Er war als Export-Manager eines großen Unternehmens erfolgreich, ständig auf Reisen im Ausland oder in Besprechungen, immer gut informiert und permanent per Handy erreichbar. In seiner Freizeit ging er ins Fitness-Studio, aber abschalten konnte er auch dort nicht. Vor drei Jahren spürte er plötzlich, dass er sich nicht mehr richtig konzentrieren konnte.  In Besprechungen wusste ich nicht mehr, welchen Satz ich zuletzt gesagt hatte. Ich musste Texte mehrmals lesen, um sie zu verstehen. Ich hatte das Gefühl, verrückt zu werden“, erzählt der 38-Jährige.

Erschöpft und verzweifelt
Damit niemand merkte, wie erschöpft und verzweifelt er war, arbeitete er noch länger und härter. Gleichzeitig zog er sich zurück, ging nicht zur Weihnachtsfeier, igelte sich ein. Irgendwann kam der Zusammenbruch. Nach einer zweimonatigen Behandlung in einer psychosomatischen Klinik ging es ihm zwar wieder besser. In seinen früheren Job kehrte er jedoch nicht mehr zurück, sondern wagte einen beruflichen Neuanfang.  Ich wäre sonst wieder krank geworden“, sagt er. Jetzt versucht er, sich weniger zuzumuten und mehr Ruhe zu gönnen.

Ralph Schwaigers Beispiel ist kein Einzelfall.  Besonders Menschen, die sich beruflich stark engagieren, leiden unter dem Burnout-Syndrom“, sagt Medizinerin Roick. Häufig betroffen sind nicht nur Führungskräfte, sondern auch Beschäftigte in helfenden Berufen wie Pflegekräfte, die enormen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt sind.  Prinzipiell kann es jeden treffen“, sagt Roick. Gefährdet sind alle, die unter Dauerstress stehen und keine Gelegenheit haben, ihren  Akku“ wieder aufzuladen. Nicht der Stress selbst ist das Problem, sondern der Verlust der Erholungsfähigkeit.

Das Burnout-Syndrom ist nur die letzte Phase einer Entwicklung, die sich über Monate oder sogar Jahre hinziehen kann. Der Weg zum Ausgebranntsein kann unterschiedlich verlaufen. Meist steht am Anfang ein überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz. Die Betroffenen verdrängen ihre eigenen Bedürfnisse, halten sich für unentbehrlich und nehmen sich keine Zeit für Erholung. Die Folge: Sie sind erschöpft und fühlen sich übermüdet. Der Spaß an der Arbeit lässt nach, das eigene Perfektionsstreben allerdings nicht. Die Betroffenen arbeiten oft noch länger und mobilisieren die letzten Energiereserven. Zugleich machen sie immer häufiger Fehler, die ihnen früher nicht passiert wären.

Leistungsfähigkeit nimmt ab
Schließlich lässt das Engagement nach, die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Manche Menschen reagieren darauf depressiv, andere aggressiv. In der Endphase sind die meisten zu emotionalen Regungen kaum noch fähig. Sie vereinsamen und sind verzweifelt. Diese Entwicklung kann von Magen-Darm-Problemen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen sowie Rücken- und Kopfschmerzen begleitet sein.

Wer in einer Burnout-Phase steckt, braucht Hilfe. Ein erster Schritt ist es, über die eigenen Sorgen offen zu reden, etwa mit Angehörigen oder Freunden. Wenn das Burnout-Syndrom noch nicht weit fortgeschritten ist, kann schon ein klärendes Gespräch helfen, aber manchmal ist auch eine ärztliche Behandlung erforderlich.  Betroffene sollten sich nicht scheuen, ärztliche oder therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen“, sagt Roick. In jedem Fall sollten sie die bestehende Situation ändern, um ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Auch einmal  nein“ sagen
Damit es gar nicht erst zum Gefühl des Ausgebranntseins kommt, ist es sinnvoll, gezielt vorzubeugen.  Üben Sie beispielsweise, auch mal 'nein' zu sagen und Aufgaben zu delegieren“, empfiehlt Roick. Wenn es Probleme gibt, sollten Berufstätige darüber mit Kollegen und Vorgesetzten sprechen und versuchen, eine Lösung zu finden. Trotz knapper Zeit sollten Gestresste genügend schlafen und sich ausgewogen ernähren – nur so bleiben sie den vielfältigen Anforderungen langfristig gewachsen.

Sorgen Sie außerdem für einen gesunden Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben und gönnen Sie sich regelmäßig eine Auszeit“, so die Ärztin. Jeder weiß selbst am besten, was ihm gut tut – das können ein Hobby sein, ein Theaterbesuch, Unternehmungen mit der Familie oder Treffen mit Freunden. Andere bevorzugen Entspannungstechniken wie autogenes Training und progressive Muskelentspannung, um abzuschalten und neue Kraft zu tanken. Zum Stressabbau besonders gut geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren.  Wer Sport treibt, ist häufig ausgeglichener und kann alltägliche Belastungen besser aushalten“, sagt Roick.

Foto: Techniker Krankenkasse

Softlink


Sozial

Sudoku

 
 

Kleinanzeigen