Samstag, 22.09.2018
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Brustkrebs: Früherkennung nutzen

Foto: dpa

Heilungschancen bei Brustkrebs steigen

Das Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brust, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Brustkrebs bei möglichst vielen Frauen in einem frühen Stadium zu entdecken und damit die Heilungschancen zu steigern. Gemeinsam mit der Kooperationsgemeinschaft Mammographie und dem Bundesverband Frauenselbsthilfe nach Krebs informiert die Deutsche Krebshilfe über dieses Angebot, denn: „Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening ist derzeit die beste Methode, um bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren frühzeitig bösartige Veränderungen der Brust festzustellen“, so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe.

Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Zur Früherkennung von Brustkrebs wurde in den letzten Jahren in Deutschland ein strukturiertes und qualitätsgesichertes Mammographie-Screening-Programm für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren eingeführt. Inzwischen ist es nahezu flächendeckend verfügbar. Ziel des Programms ist es, bösartige Tumoren in der Brust in einem sehr frühen Stadium zu entdecken. Dadurch bessern sich nicht nur die Heilungschancen, sondern es können auch schonendere Therapiemethoden angewendet werden. Langfristig kann so die Sterblichkeit an Brustkrebs reduziert werden. Das Mammographie-Screening ergänzt das bisherige Angebot zur Brustkrebs-Früherkennung, bei dem gesetzlich versicherten Frauen ab dem 30. Geburtstag einmal jährlich eine Tastuntersuchung der Brust durch den Frauenarzt zur Verfügung steht.

Wird bei einer Frau Brustkrebs diagnostiziert, ist es wichtig, dass die weitere Behandlung ebenfalls auf höchstem Niveau der medizinischen/wissenschaftlichen Erkenntnis erfolgt. „Wir empfehlen den Betroffenen daher, sich in Brustzentren behandeln zu lassen, die von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert wurden. Diese stehen Frauen bundesweit zur Verfügung“, empfiehlt Hilde Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Die Deutsche Krebshilfe bietet allgemeinverständliche Informationsmaterialien zum Thema Brustkrebs an. Diese gibt es kostenlos bei der Geschäftsstelle in Bonn (Postfach 1467, 53004 Bonn) und im Internet unter www.krebshilfe.de.

Nicht nur für ältere Männer wichtig

Das A und O ist die Früherkennung

Im Gegensatz zu Frauen gehen Männer in Deutschland Krebsvorsorgeuntersuchungen oft aus dem Weg. Lediglich 40 Prozent der Männer geben an, regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Dies ist oft darin begründet, dass beim Urologen Themen angesprochen werden, die von den meisten Patienten als unangenehm empfunden werden, wie Störungen der Sexualfunktion, Probleme bei der Blasenentleerung, Inkontinenz oder chronische Schmerzzustände im kleinen Becken. Oft ist den Patienten nicht bewusst, dass es für viele dieser beeinträchtigenden Störungen wirksame Therapien gibt. Eine Beeinträchtigung der Lebensqualität bis hin zum Rückzug aus dem sozialen Leben ist oft die Folge. Auch in Bezug auf bösartige Erkrankungen wird eine Vorsorgeuntersuchung empfohlen: Je eher eine Krebserkrankung diagnostiziert wird, desto wahrscheinlicher ist eine Heilung bei entsprechender Therapie.

Durch den Anstieg des durchschnittlichen Lebensalters sowie den Einsatz entsprechender Tests ist die Prostatakrebserkrankung inzwischen die häufigste bösartige Erkrankung bei Männern. Aber auch bei jungen Männern kann ein Hodentumor durch rechtzeitige Erkennung erfolgreich behandelt werden. Auch hier gilt: je eher die Diagnose, desto wahrscheinlicher die Heilung.

Urologie ist also nicht nur eine Fachdisziplin „des alternden Mannes“.

Bluthochdruck: Wenn das Herz ständig Stress hat

Foto: AOK

Hohes Risiko für Gefäße

Mit einem Anteil von 43 Prozent aller Todesfälle starben laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2008 die meisten Menschen in Deutschland an den Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus belegen Statistiken, dass Deutschland eine der höchsten Raten an Bluthochdruck-Erkrankungen der Welt aufweist: Mehr als 45 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland leiden an der so genannten arteriellen Hypertonie. Drei Viertel aller Herzinfarktpatienten haben Bluthochdruck. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) wissen jedoch von 100 nur drei, dass Menschen mit Bluthochdruck das höchste Risiko für Gefäßerkrankungen und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall tragen.

Bluthochdruck ist Risikofaktor Nummer eins

Der größte Feind der Blutgefäße ist ein hoher Blutdruck, denn auf Dauer kann es zu Schäden und Ablagerungen in den Blutgefäßen kommen. Diese Veränderungen führen dazu, dass die Gefäße enger und starrer werden. Um die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen weiter zu gewährleisten, muss das Herz vermehrte Pumparbeit leisten. Diese wiederum führt zu einem erhöhten Blutdruck. Ein Teufelskreis beginnt. Dr. Peter Düker, Arzt bei der TK: „Das Gefährliche ist, dass ein erhöhter Blutdruck, insbesondere in der Anfangsphase der Erkrankung, keine Beschwerden wie Schmerzen bereitet.“ Daher wird er oft erst erkannt, wenn die Gefäße bereits geschädigt sind und sich Anzeichen für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bemerkbar machen: Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Brustenge oder Kopfschmerzen. Man schätzt, dass nur die Hälfte aller Betroffenen von ihrer Erkrankung weiß und dass sich von diesen wiederum nur die Hälfte behandeln lässt, weil ein erhöhter Blutdruck oft als eine Bagatell-Erkrankung ohne weitere Konsequenzen betrachtet wird. Doch dies ist ein fataler Irrtum. Ein erhöhter Blutdruck ist in jedem Fall behandlungsbedürftig. Schließlich drohen Schlaganfall und Herzinfarkt als potenzielle Folgen der Erkrankung.

„Deshalb sollte jeder seinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren, zum Beispiel in der Apotheke, beim Arztbesuch oder mit einem Selbstmessgerät zu Hause“, sagt Düker. Laut der Forsa-Umfrage lassen 64 Prozent aller Befragten ihren Blutdruck jedoch nicht regelmäßig überprüfen. Bei den 26- bis 35-Jährigen beträgt der Anteil sogar über 90 Prozent. Mit 63 Prozent lassen hauptsächlich Patienten, die bereits Herzmedikamente nehmen, ihren Blutdruck regelmäßig checken.

Dabei hilft ein Gesundheits-Check-up, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Diese Früherkennungsuntersuchung können Männer und Frauen mit Beginn des 36. Lebensjahres alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Hierbei wird unter anderem der Blutdruck gemessen, der Körper und das Blut untersucht. Eine Praxisgebühr wird nicht fällig.

Was kann man gegen zu hohen Blutdruck tun?

• Bei Übergewicht ist jedes zusätzliche Kilogramm eine Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Langfristig abnehmen und den Blutdruck normalisieren kann man mit einer ballaststoff- und vitaminreichen Ernährung mit Obst, Salaten, Gemüse, Vollkornprodukten, fettarmen Milchprodukten und wenig Fleisch. Statt mit Salz mit Kräutern würzen. Einen hohen Salzgehalt haben auch Brot, Würste, Suppen, Saucen, Senf, Käse, Fertiggerichte und Lebensmittelkonserven. Alkohol nur in Maßen, da auch er den Blutdruck hebt.

• Sport trainiert Herz und Kreislauf, regt den Stoffwechsel an und normalisiert so den Blutdruck. Gut sind Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen, Walken, zügiges Spazierengehen oder Schwimmen sowie Aquajogging möglichst dreimal pro Woche.

• Nikotin schädigt die Blutgefäße, es kommt zur Gefäßverengung und zu Durchblutungsstörungen und infolgedessen zu einer erhöhten Herztätigkeit und einem erhöhten Blutdruck.

• Ein ganz wesentlicher Faktor für Bluthochdruck ist Stress. Er ist ein Ausdruck für Belastung und Anspannung des ganzen Organismus. Bei Stress werden bestimmte Hormone (vor allem Cortisol) im Körper ausgeschüttet. Sie stoßen verschiedene körperliche Reaktionen an: Das Herz schlägt schneller, Gehirn und Lunge werden besser versorgt, die Sinne sind geschärft. Im richtigen Maß wirkt Stress leistungssteigernd und motivierend. Ist der Stress zu groß und hält über einen längeren Zeitraum an, hat die Hormonausschüttung negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und das Immunsystem. Bluthochdruck, Magengeschwüre, eine erhöhte Infektanfälligkeit oder gar ein Herzinfarkt können die Folge sein. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder autogenes Training sind sinnvoll, um Stress abzubauen.

Stabile Knochen: Kalzium allein genügt nicht

Foto: pro dente

Prävention und Therapie der Osteoporose

(dgk) Osteoporose (Knochenschwund) zählt laut WHO zu den zehn häufigsten Volkskrankheiten weltweit. In Deutschland sind 6 bis 8 Millionen Menschen betroffen, davon 80 Prozent Frauen. Bei der ganz überwiegenden Zahl der Osteoporosepatienten liegt eine primäre Osteoporose vor, das bedeutet, es ist keine definierte Grunderkrankung wie Diabetes mellitus, rheumatoide Arthritis oder Schilddrüsenüberfunktion nachweisbar.

Diese primäre Form der Osteoporose entsteht durch eine geringe Knochendichte, unzureichende Reparaturmechanismen sowie durch eine qualitativ gestörte Knochensubstanz. Für den Knochenstoffwechsel werden verschiedene Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente benötigt. Der wichtigste Knochenbaustein ist Kalzium. Wenn ein Mangel an Kalzium im Blut vorliegt, wird das Kalzium aus dem Knochen freigesetzt, was allmählich zulasten der Knochenfestigkeit geht. Deshalb ist eine tägliche ausreichend hohe Kalziumzufuhr sehr wichtig. Gute Kalziumquellen sind Milch- und Milchprodukte, Gemüse (z. B. Grünkohl, Brokkoli, Lauch) und kalziumhaltige Mineralwässer.

Osteoporose ist jedoch mehr als nur ein Kalziumproblem: Zahlreiche Mikronährstoffe sind ebenfalls am Knochenstoffwechsel beteiligt. Für einen stabilen Knochen werden unter anderem Magnesium, Zink, Kupfer, Mangan, Silicium, Vitamin D, K, C, B6, B12, Folsäure und Aminosäuren benötigt.

Vitamin D ist beispielweise wichtig als Ergänzung bei der Regelung des Kalzium-Haushalts und beim Stoffwechsel der Minerale Kalzium und Phosphat, die beim Aufbau der Knochen eine Rolle spielen. Es wirkt in Form von Vitamin D3 (Cholecalciferol) bei der Differenzierung der Knochen-Stammzellen mit. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme aus dem Darm und den Kalziumeinbau in den Knochen.

Die Vitamin-D-Versorgung spielt damit eine wichtige Rolle für die Prävention und Therapie der Osteoporose. In geringen Mengen ist Vitamin D in Eigelb, Butter, Leber, Pilzen, Avocados, Thunfisch und Milchprodukten enthalten. Bis zu 90 Prozent des benötigten Vitamins D wird allerdings im Körper erzeugt, wenn Sterole, die im Allgemeinen in vielen Lebensmitteln vorkommen, in die Haut eingelagert und mit Sonnenlicht bestrahlt werden. In unseren Breiten ist eine Aufnahme per Sonneneinstrahlung aufgrund des reduzierten UVB-Anteils im Sonnenlicht oder mangels Gelegenheiten jedoch bei den meisten Menschen nicht ausreichend. Eine Nahrungsergänzung ist daher sinnvoll.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Vitamin-D-Versorgung in weiten Teilen der Bevölkerung unzureichend ist. Ein Vitamin-D-Mangel ist inzwischen ein weltweites Problem. Auch ein Großteil der deutschen Bevölkerung erreicht die Referenzwerte für die Vitamin-D-Aufnahme nicht. Besonders kritisch ist sie bei älteren Menschen; bei diesen liegt fast durchweg ein Vitamin-D-Mangel vor.

Weitere „knochenwichtige“ Vitamine sind Vitamin C und Vitamin B6 – für den Aufbau und die Stabilität von Knorpel und Bindegewebe. Lange Zeit unterbewertet wurde auch das Vitamin K, ein essenzieller Faktor für den Aufbau eines Knochenproteins (Osteocalcin). Eine geringe Vitamin-K-Aufnahme kann zu einer verminderten Knochendichte führen. Zudem haben auch die Spurenelemente Kupfer, Mangan, Fluor und Zink einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und tragen zu einer guten Knochendichte bei. Ebenfalls positiv wirken: Arginin (verbessert zum einen die Immunkompetenz als Lieferant von Stickoxid, zum anderen trägt es zur Stimulierung der Aktivität und Neubildung der Lymphozyten, also bestimmter Abwehrzellen, bei), Lysin und Magnesium. Eine ausreichende Zufuhr dieser Mikronährstoffe ist somit grundlegend für die ergänzende Ernährung und Behandlung von Erwachsenen, die unter Osteoporose leiden.

Hinzu kommt, dass unsere heutige „Wohlstandsernährung“ mit ihrem hohen Anteil an tierischem Eiweiß ein besonderes Problem für die Knochengesundheit darstellt. Eiweißreiche tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch und Eier bilden Säuren im Körper im Gegensatz zu basenbildendem Obst und Gemüse. Um den dadurch entstehenden Säureüberschuss im Organismus auszugleichen, wird das Kalzium aus dem Knochen freigesetzt und mit dem Urin ausgeschieden. Dies führt zu einer negativen Kalziumbilanz. Durch Fehlernährung entstehen somit im Körper Mikronährstoffmängel. Es ist also wichtig, den Körper vor einer Übersäuerung zu schützen, zum Beispiel, indem man täglich mehrere Obstmahlzeiten zu sich nimmt.

Mikronährstoff-Defizite sind normalerweise klinisch nicht erkennbar, es sei denn, es handelt sich um die klassischen Vitamin-C-Mangelerkrankungen wie Skorbut, die dann die Spitze des Eisbergs darstellen. Für eine fundierte und effiziente Mikronährstofftherapie ist deshalb eine Laboranalyse sinnvoll, bei der bestehende Ungleichgewichte objektiviert werden können und die die Grundlage für eine gezielte, individuelle Optimierung ist.

Mehr Informationen auf www.dgk.de/Mikronaehrstoffe

Rheumakranke: Auch auf die Zahngesundheit achten

Neuere Studien belegen Zusammenhang zwischen Parodontitis und rheumatoider Arthritis

(dgk) In den vergangenen Jahren hat die Forschung immer neue Zusammenhänge zwischen der Zahngesundheit und der Allgemeingesundheit entdeckt. Das gilt besonders für Patienten mit Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates). Wer seine Zähne nicht pflegt, riskiert nicht nur, seine „Beißer“ zu verlieren, sondern unter Umständen andere Krankheiten zu bekommen oder zu verschlimmern. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, mögliche Frühgeburten – das sind nur einige der möglichen Folgen für Parodontitis-Patienten. Eine – wenn auch nicht ursächliche – Wechselbeziehung besteht offenbar auch zu rheumatoider Arthritis: Die eine Krankheit kann die andere beeinflussen und umgekehrt.

Es hat sich herausgestellt, dass Patienten mit einer rheumatischen Systemerkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Parodontitis aufweisen. Auch bei Rheuma im Kindes- und Jugendalter besteht eine erhöhte Gefahr, eine Parodontitis zu entwickeln. Eine im Sommer 2009 veröffentlichte rumänische Studie zeigte, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Patienten mit rheumatoider Arthritis auch unter einer Parodontitis litt und zudem einen wesentlich schlechteren Zahnstatus als die gesunde Kontrollgruppe aufwies. Außerdem war bei der Gruppe die Aktivität ihrer rheumatischen Beschwerden signifikant erhöht gegenüber den Rheuma-Patienten ohne Zahnhalteapparatsentzündungen. Und nach einer sechsmonatigen Behandlung ihrer rheumatische Erkrankung besserte sich bei 80 Prozent die Parodontitis signifikant.

Eine Studie der Universitätsklinik Pittsburgh (USA) – auch aus 2009 Jahr – hat ebenfalls belegt, dass ein Zusammenhang zwischen Entzündungen des Zahnfleischs und Rheuma besteht. An der Untersuchung nahmen 40 Patienten teil, die sowohl starkes Rheuma als auch ausgeprägte Parodontitis hatten. Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) und die Behandlung der Infektionen im Mundraum kamen nicht nur der Zahngesundheit zugute, sondern linderten gleichfalls sowohl die Schmerzen als auch die Zahl der geschwollenen Gelenke und die morgendliche Steifheit der Rheumapatienten.

Parodontitis und rheumatoide Arthritis haben gemeinsam, dass bei beiden eine Entzündung vorliegt. Einmal betrifft sie den Zahnhalteapparat, im anderen Fall die Gelenke – wobei von einer rheumatoiden Arthritis auch andere Organsysteme betroffen sein können. Autoimmun bedingtes Rheuma wird durch viele Faktoren beeinflusst: Neben Alter, Geschlecht, genetischen Voraussetzungen oder Rauchen sind es auch Infektionen, die zum Beispiel durch Bakterien entstehen. Und eine bakterielle Infektion ist auch Hauptursache der Parodontitis. Dabei bildet sich ein Biofilm auf der Zahnoberfläche, der durch die Bakterien direkte und durch eine überschießende Immunantwort indirekte Schädigungen hervorruft, die zum schleichenden Abbau des Zahnhalteapparates und schließlich zu Zahnverlust führen können. Ein Bakterium, das beim Entstehen und Fortschreiten einer Parodontitis eine wesentliche Rolle spielt, ist Porphyromonas gingivalis, das sich anscheinend direkt auch auf die Ausprägung von Rheumaerkrankungen auswirkt. Parodontitis-Bakterien können laut Experten also möglicherweise rheumatische Erkrankungen verstärken.

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