Böhme Zeitung
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Der Weg zum Haustier

Kauf ist Vertrauenssache

lps/Du. Die Entscheidung für die Anschaffung eines Haustieres ist gefallen. Doch wo soll man den künftigen Hausgenossen kaufen? Wer zum Züchter geht, sollte sich davon überzeugen, dass dieser ein seriöser Vertreter seiner Zunft ist. Die Tiere sollten mit den Elterntieren zusammen aufgewachsen sein und Familienanschluss haben. Vorsicht ist angebracht bei Hobbyzüchtern, die mit Tieren einen „schnellen Euro“ machen wollen.

Grundsätzlich wird davor gewarnt, die Tiere im Ausland oder bei unseriösen Tierhändlern zu kaufen. Die haben meist keine oder ungültige Papiere für die Tiere. Zudem haben viele der Hunde oder Katzen keinerlei Schutzimpfungen oder bringen schon Krankheiten mit. Wer im Internet sein Haustier kauft, kann sich telefonisch erkundigen, welche Impfungen schon gemacht wurden oder noch gemacht werden müssen.

Eine gute Alternative ist das Tierheim. Die preisgünstigen „Secondhand-Tiere“ habe eine medizinische Untersuchung und Versorgung erhalten, sind oft bereits von den Vorbesitzern gut erzogen worden und fügen sich meistens problemlos in ihr neues „Familienrudel“ ein. Über Eigenarten der Vierbeiner werden die Käufer vorab informiert. Man kann sich zunächst mit dem Tier vertraut machen und sich gegenseitig bei Spaziergängen und Kuscheleinheiten kennen lernen, bevor man sich für den vierbeinigen Kandidaten entscheidet. Für die Tierheimbewohner hat das Leben hinter Gittern dann ein Ende.

lps/Du. Wer den Kauf eines Haustieres plant, sollte dessen Herkunft überprüfen. Foto: Keppler

Beliebte Samtpfoten

Katzen sind bevorzugte Haustiere

lps/Du. Katzen liegen in der Beliebtheitsskala als Haustiere ganz vorn. Rund 8,2 Millionen Samtpfoten leben in Deutschland. Was Katzen zum Lieblingstier der Deutschen gemacht hat, ist ihre Anhänglichkeit bei gleichzeitiger Eigenständigkeit. „Stubentiger“ können sich stundenlang ihrem „Schönheitsschlaf“ widmen und allein bleiben - was sie besonders für Berufstätige zu einem idealen Hausgenossen macht. Die gemeinsame Zeit wird dann mit Schmusen und Spielen verbracht.

Doch anspruchslos sind Katzen keinesfalls: Das beginnt schon mit der Fütterung. Trocken- und Nassfutter im Wechsel erhalten die Gesundheit der Tiere. Was den Geschmack angeht, können Katzen sehr eigenwillig sein. Wenn der zweibeinige „Dosenöffner“ das Lieblingsfutter nicht serviert, geht „Mieze“ zur Not auch schon mal demonstrativ in den Hungerstreik.

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Das Katzenklo sollte deshalb täglich gesäubert werden. Ist es in „Minkas“ Augen zu schmutzig, wird das „Geschäft“ auch schon mal auf dem Fußboden hinterlassen. Besteht die Möglichkeit zum Freigang, so sollte man Katzen den abwechslungsreichen Aufenthalt in der Natur ermöglichen. Wer an einer belebten Straße wohnt, tut seinem Tier durch die Konfrontation mit dem Straßenverkehr allerdings keinen Gefallen. Sind Herrchen und Frauchen tagsüber unterwegs, muss dem Stubentiger Abwechslung in den vier Wänden geboten werden – etwa durch einen Artgenossen. Sind mehrere Katzen im Haus, sollte jede von ihnen eine Rückzugsmöglichkeit in einem jeweils anderen Raum, ein eigenes Katzenklo und einen eigenen Fressplatz haben. Rangstreitigkeiten muss man den Tieren nicht antun, sie werden nicht selten durch Markieren des Reviers ausgetragen. Kastrationen schützen vor ungewolltem Nachwuchs.

lps/Du. Wer sein Heim mit einer ausgeglichenen Katze teilen möchte, muss für ihr Wohlbefinden sorgen. Foto: Bolwin

Rückkehr zum Besitzer dank Chip in der Haut

Tasso hilft entlaufene Tiere zu finden

lps/Du. Hat der Jagdtrieb „Bello“ gepackt oder wandelt Kater „Mikesch“ kilometerweit auf Freiersfüßen, ist die Gefahr groß, dass die Vierbeiner nicht nach Hause zurückfinden. Endstation ist für sie dann oft das Tierheim. Damit Hund und Katze dort nicht vergebens auf ihre Besitzer warten müssen, kann man die Vierbeiner vorsorglich „chippen“ lassen.

Der Tierarzt platziert den etwa reiskorngroßen Transponder-Chip mit einer Spezialkanüle ins Bindegewebe an der linken Halsseite. Davon merkt das Tier so gut wie gar nichts. Jeder Chip besitzt eine einmalige 15-stellige Seriennummer, die mit einem Lesegerät abgefragt werden kann.

Dieser Code muss natürlich mit den Daten des Tierbesitzers verknüpft werden. Es genügt, der Tierschutzorganisation „Tasso“ einen Brief oder ein Fax zu schicken, in denen die Chipnummer und die Personalien des Besitzers angegeben werden. Das entsprechende Formular kann man bei vielen Tierärzten bekommen oder aus dem Internet herunterladen (www.tasso.net). Die Registrierung ist ebenso kostenlos wie die Rückvermittlung des Tieres bei Verlust. Von dem Chip geht keine Beeinträchtigung für das Tier aus. Er ist aus gewebefreundlichem Material.

Tasso e.V. hat es sich vor mittlerweile 25 Jahren zur Aufgabe gemacht, durch Registrieren und Rückvermitteln Tieren und ihren Besitzern gleichermaßen zu helfen. Durch die Kombination modernster Computer- und Telekommunikationstechnik, der mit über 3,5 Millionen Tierdaten größten Datenbank für Haustiere in Europa und einem engmaschigen, weltweiten Informationsnetz werden jährlich mehr als 40000 Tiere an ihre Besitzer zurückvermittelt.

Trotz der umfassenden Service-Leistungen arbeitet Tasso ohne jegliche Kosten für die Tierbesitzer. Sie werden allein aus Spenden großzügiger Tierfreunde finanziert.

lps/Du. Beim Schnüffeln kann man sich als Hund schon mal verlaufen. Gut, wenn man dann gechipt ist. Foto: Bolwin

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