Sonntag, 18.11.2018
Homepage » Ratgeber » Energie und Umwelt

Sonnenkollektoren gibt es auch für Flachdächer

lps/Bo. Solar-Ertrag ist auch bei Flachdächern möglich. Foto: wolf-heiztechnik

Solar-Ertrag ohne Dachneigung

lps/Bo. Bei einer Solaranlage ist die Positionierung der Sonnenkollektoren auf dem Dach ein wesentlicher Faktor für die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems. Die geografische Ausrichtung möglichst nach Süden und eine optimale Neigung zur Sonnenstrahlung entscheiden über die Wärmemenge, die erfasst und gespeichert werden kann. Dieser potenzielle Energiegewinn von oben, auch Solar-Ertrag genannt, ist Grundlage der Rentabilitätsberechnung einer Solaranlage. Ob ein Gebäude für die Montage von Dach-Kollektoren geeignet ist, sollte deshalb stets von einem kompetenten Planer vor Ort geprüft werden. Er kann einschätzen, ob die solare Unterstützung tatsächlich zu einer spürbaren Entlastung bei den Wärme-Nebenkosten führen wird. Dabei gilt: Für eine Abweichung von der Ideal-Ausrichtung und -Neigung gibt es heute reichlich Spielraum. Viele moderne Kollektoren sammeln selbst bei indirekter Einstrahlung und häufig sogar bei bewölktem Himmel ergiebige Solarwärme.

Was aber ist mit Hausdächern, die überhaupt keine Neigung aufweisen? Auch hier muss auf die Nutzung der umweltfreundlichen Sonnenenergie nicht verzichtet werden. Eigentümer von Flachdach-Gebäuden haben die Möglichkeit, mit einer speziellen Gerüstkonstruktion die Basis für eine perfekte Positionierung der Kollektoren zu schaffen.

Die Deutsche Energie-Agentur weist allerdings darauf hin, dass die statische Eignung des Dachs gegeben sein muss und dass weder Kamine noch andere Dachaufbauten die Kollektorfläche verschatten sollten. Stimmen diese Voraussetzungen, dann lässt sich heute auch ohne Dachneigung ein äußerst lohnender Solar-Ertrag erzielen. Wenn es das Grundstück zulässt, können Kollektor-Aufstellgerüste sogar ebenerdig auf der Freifläche neben dem Haus platziert werden.

Manche Solaranlage braucht eine Baugenehmigung

Berlin (dpa/tmn) Bevor Hausbesitzer eine Solaranlage aufs Dach setzen, sollten sie die Frage einer eventuell nötigen Baugenehmigung klären. In Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Anlagen zum Teil genehmigungspflichtig - und zwar dann, wenn der Eigentümer den überwiegenden Teil seines produzierten Stroms in das öffentliche Netz speisen will. Darauf weist die Stiftung Warentest in Berlin in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ hin (Ausgabe März 2011).
In anderen Bundesländern gibt es abweichende Regelungen. So müssen sich zum Beispiel Hausbesitzer in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Bremen und Hamburg keine Baugenehmigung erteilen lassen.

Optimal zum Erfolg

lps/Bo. Eine optimierte Heizungsanlage sorgt für gute Laune bei Sparschweinen und Hausbewohnern. Foto: Danfoss GmbH

Heizkosten einfach sparen

lps/Bo. Rund 90 Prozent aller deutschen Haushalte haben eine schlecht geregelte Heizungsanlage, berichtet der Pressedienst Bauen und Wohnen. Das hat negative Folgen: Um die gewünschte Wohlfühltemperatur in Wohn-, Ess- und Schlafzimmer zu bekommen, muss viel mehr Energie aufgewendet werden, als eigentlich nötig wäre. Denn in einer schlecht eingestellten Anlage werden manche Heizkörper heißer als sie eigentlich sein sollten. Andere wiederum bleiben lauwarm, obwohl die Thermostate voll aufgedreht sind. Das schränkt die Behaglichkeit zuhause genauso ein wie die nervigen Gurgelgeräusche, die in den Rohren entstehen können. Eine Optimierung der Heizungsanlage inklusive Heizungscheck, Austausch veralteter Technik und hydraulischem Abgleich löst diese Probleme ohne großen Aufwand. Der Einbau effizienter Fühler und Ventile oder sparsamer Hocheffizienzpumpen ist für den Fachmann Routinearbeit.

Bewohner sparen mit einer Optimierung bis zu 20 Prozent der bisherigen Heizkosten. Das macht eine enorme Summe aus, denn die Heizung verursacht zusammen mit dem Warmwasser 89 Prozent der gesamten Energiekosten eines Haushalts. So macht sich die einmalige Investition, die für den Handwerker und die modernen Produkte anfallen, schnell bezahlt.

Hohe Beträge an Heizkosten sparen Verbraucher auch, wenn sie in Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Wärmeenergie investieren. Wer erneuerbare Wärmeenergie in Wohnung oder Haus einsetzt, spart im Schnitt knapp 600 Euro pro Jahr an Ausgaben für Brennstoffe, errechnete das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW).

Der Anteil erneuerbarer Wärme liegt in Deutschland allerdings erst bei 8,5 Prozent. Dabei wird meistens Holz eingesetzt, in Form von Scheitholz, Holzpellets oder Hackschnitzel.

Wenn der Energieberater kommt

Individuelle Beratung hilft beim Geldsparen

lps/Bo. Für Haus- und Wohnungseigentümer, die durch eine Modernisierung ihre Energiekosten senken und die Immobilie aufwerten wollen, ist er der wichtigste Partner bei der Planung. Eine individuelle Beratung durch den Energieberater hilft, die Energieeffizienz einer Immobilie erheblich zu steigern und informiert gleichzeitig über lukrative Fördermöglichkeiten. Bis zu 65 Prozent der Energiekosten können durch eine solche Modernisierung eingespart werden. Für die Planungsphase ist daher gute Beratung das A und O. Der Gebäudeenergieberater checkt die Immobilie auf Herz und Nieren und stellt in einem Gutachten die erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen zusammen.

Bevor sich Eigenheimbesitzer für einen Energieberater entscheiden, sollten sie eine detaillierte Leistungsbeschreibung anfordern und nach Referenzen fragen. Denn die Ausbildung eines Energieberaters in der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist zuwar geregelt, die Berufsbezeichnung jedoch nicht geschützt. Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass der Berater ein von der Handwerkskammer zertifizierter Handwerksmeister ist. Auch Ingenieure und Architekten mit dem Schwerpunkt Gebäudeenergie sind zu empfehlen. Seriöse Energie-Experten erkennt man an einem gut strukturierten und verständlichen Angebot.

Nach einem eingehenden Gespräch mit dem Hausbesitzer über dessen Ziele und Erwartungen inspiziert der Energieberater das Gebäude vom Keller bis zum Dach. Dabei gilt sein Augenmerk besonders den typischen Problemzonen des Gebäudes, der Dämmung und veralteten Heizanlagen. Auf Grundlage dieser Prüfung erstellt er einen Modernisierungsplan. Dazu gehören Wirtschaftlichkeitsberechnungen und alle Fördermöglichkeiten, die der Hausbesitzer in Anspruch nehmen kann.

Für die Zukunft planen

lps/He. Beim Kauf von Fenstern sollte man sich an zukünftigen Energiesparverordnungen orientieren. Foto: Niemann

Moderne Fenster erfüllen schärfste Verordnungen

lps/He. Fensterhersteller haben sich gerade in den vergangenen Jahren intensiv mit der Entwicklung energiesparender Fenstersysteme beschäftigt und dabei auf messbare Erfolgsergebnisse Wert gelegt.

Die Profile für diese Systeme bestehen aus einem faserverstärkten High-Tech-Werkstoff, damit lassen sich extrem gute Wärmedämmwerte und eine maximale Stabilität erzielen. Die besondere Profilkonstruktion von solchen Fenstern kann auf eine Stahlarmierung verzichten, somit entfällt eine Wärmebrücke. In die Profile mit einer Bautiefe von 86 Millimeter können zusätzlich dämmende Styropor-Elemente integriert werden, die den Wärmeschutz weiter erhöhen bis hin zum Passivhausstandard. Es ist für die Gebäudebesitzer wichtig, sich bei den energetischen Modernisierungsmaßnahmen nicht am heutigen Stand, sondern an den bereits feststehenden künftigen Verschärfungen der Energieeinsparverordnung zu orientieren, die dazu beitragen sollen, den Energieverbrauch ab 2012 um weitere 30 Prozent zu senken.

So werden in der novellierten Energieeinsparverordnung 2009 ein Uw-Wert der Fenster von 1,3 W/(m2K) vorgeschrieben. Diese Grenzwerte gelten dabei für die Sanierung in Bestandsgebäuden und beim Bau von Neubauten. Bisher war der Grenzwert für den Fenstertausch in Bestandsgebäuden bei Uw 1,7 W/(m2K) festgelegt.

Heizen, kühlen, Wohlfühlen

Raumklimadecken wärmen wie die Sonne von oben

Heizen und Kühlen gehören seit jeher zu den Grundfragen der Lebensqualität bei Gebäuden. Jetzt gibt es Deckensysteme, die zur energiesparenden Raumklimadecke weiterentwickelt wurden. Die volle Fläche der Unterseite der Raumdecke wird auf wirkungsvolle und energieeffiziente Weise zum behaglichen Heizen sowie Kühlen genutzt. Die Innovationsgemeinschaft Raumklimadecke (IGR) hat sich der Entwicklung und Förderung dieses neuartigen, bereits vielfach bewährten Raumklimasystems verschrieben, das sowohl für den Neubau als auch für die Renovierung eine interessante Alternative ist. Die Heizung und Kühlung kommt von dort, wo sie von der Natur vorgesehen ist, nämlich von oben. Auch die Sonne strahlt von oben, lautet das verblüffende Grundprinzip der Raumklimadecke. Herkömmliche Heizungen erwärmen primär die Raumluft und verteilen diese dann durch Umwälzung im Raum. Anders bei der Raumklimadecke: Sie basiert auf dem Wärmewellenaustausch zwischen einer warmen und einer kalten Fläche. Dabei bewegt sich die Wärmestrahlung von der warmen zur kalten Fläche, der kühlere Körper nimmt die Strahlung auf und erwärmt sich dabei. So erwärmen sich Fußboden, Wände und Einrichtungsgegenstände gleichmäßig.


Ein weiteres Plus: Im Kühlfall funktioniert das Prinzip genau entgegengesetzt. Die von kaltem Wasser durchflutete Decke nimmt dann die Wärmestrahlung aus dem Raum auf. Fußboden, Wände und Einrichtungsgegenstände kühlen sich ab. Durch die „Wärmestrahlung“ entsteht horizontal und vertikal eine nahezu gleichmäßige Temperaturverteilung in der gesamten Wohn- oder Arbeitsfläche. Dieses wird vom Körper als besonders angenehm empfunden. Daher kann die Lufttemperatur um 2 bis 3°C niedriger sein als bei einer herkömmlichen Heizung. Als Faustregel gilt: 1°C weniger entspricht ca. 6 % Energieeinsparung. Und Energie, die nicht erzeugt werden muss, belastet weder die Umwelt noch den Geldbeutel. Dank niedriger Systemtemperatur von ca. 32°C sind Raumklimadecken ideal geeignet zur Nutzung alternativer Energiequellen wie Wärmepumpen und Solaranlagen. Aber auch herkömmliche Heizsysteme sparen durch die niedrigeren Betriebstemperaturen Energie. Die Raumklimadecke gibt es für verschiedene Deckensysteme: Fertigdecken, Spannbetondecken, Ziegeldecken und Trockenbau. Das Trockenbausystem ist auch für den Altbau eine interessante Alternative. Das Infopaket „Raumklimadecke“ von der Innovationsgemeinschaft Raumklimadecke gibt es unter: www.raumklimadecke.de

Diese Unternehmen empfehlen sich:

Energie und Umwelt


Softlink


Sozial

Sudoku

 
 

Kleinanzeigen