Sonntag, 23.09.2018
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Der Weg zum Haustier

lps/Du. Wer den Kauf eines Haustieres plant, sollte dessen Herkunft überprüfen. Foto: Keppler

Kauf ist Vertrauenssache

lps/Du. Die Entscheidung für die Anschaffung eines Haustieres ist gefallen. Doch wo soll man den künftigen Hausgenossen kaufen? Wer zum Züchter geht, sollte sich davon überzeugen, dass dieser ein seriöser Vertreter seiner Zunft ist. Die Tiere sollten mit den Elterntieren zusammen aufgewachsen sein und Familienanschluss haben. Vorsicht ist angebracht bei Hobbyzüchtern, die mit Tieren einen "schnellen Euro" machen wollen.

Grundsätzlich wird davor gewarnt, die Tiere im Ausland oder bei unseriösen Tierhändlern zu kaufen. Die haben meist keine oder ungültige Papiere für die Tiere. Zudem haben viele der Hunde oder Katzen keinerlei Schutzimpfungen oder bringen schon Krankheiten mit. Wer im Internet sein Haustier kauft, kann sich telefonisch erkundigen, welche Impfungen schon gemacht wurden oder noch gemacht werden müssen.

Eine gute Alternative ist das Tierheim. Die preisgünstigen "Secondhand-Tiere" habe eine medizinische Untersuchung und Versorgung erhalten, sind oft bereits von den Vorbesitzern gut erzogen worden und fügen sich meistens problemlos in ihr neues "Familienrudel" ein. Über Eigenarten der Vierbeiner werden die Käufer vorab informiert. Man kann sich zunächst mit dem Tier vertraut machen und sich gegenseitig bei Spaziergängen und Kuscheleinheiten kennen lernen, bevor man sich für den vierbeinigen Kandidaten entscheidet. Für die Tierheimbewohner hat das Leben hinter Gittern dann ein Ende.

Rückkehr zum Besitzer dank Chip in der Haut

lps/Du. Beim Schnüffeln kann man sich als Hund schon mal verlaufen. Gut, wenn man dann gechipt ist. Foto: Bolwin

Tasso hilft entlaufene Tiere zu finden

lps/Du. Hat der Jagdtrieb "Bello" gepackt oder wandelt Kater "Mikesch" kilometerweit auf Freiersfüßen, ist die Gefahr groß, dass die Vierbeiner nicht nach Hause zurückfinden. Endstation ist für sie dann oft das Tierheim. Damit Hund und Katze dort nicht vergebens auf ihre Besitzer warten müssen, kann man die Vierbeiner vorsorglich "chippen" lassen.

Der Tierarzt platziert den etwa reiskorngroßen Transponder-Chip mit einer Spezialkanüle ins Bindegewebe an der linken Halsseite. Davon merkt das Tier so gut wie gar nichts. Jeder Chip besitzt eine einmalige 15-stellige Seriennummer, die mit einem Lesegerät abgefragt werden kann.

Dieser Code muss natürlich mit den Daten des Tierbesitzers verknüpft werden. Es genügt, der Tierschutzorganisation "Tasso" einen Brief oder ein Fax zu schicken, in denen die Chipnummer und die Personalien des Besitzers angegeben werden. Das entsprechende Formular kann man bei vielen Tierärzten bekommen oder aus dem Internet herunterladen (www.tasso.net). Die Registrierung ist ebenso kostenlos wie die Rückvermittlung des Tieres bei Verlust. Von dem Chip geht keine Beeinträchtigung für das Tier aus. Er ist aus gewebefreundlichem Material.

Tasso e.V. hat es sich vor mittlerweile 25 Jahren zur Aufgabe gemacht, durch Registrieren und Rückvermitteln Tieren und ihren Besitzern gleichermaßen zu helfen. Durch die Kombination modernster Computer- und Telekommunikationstechnik, der mit über 3,5 Millionen Tierdaten größten Datenbank für Haustiere in Europa und einem engmaschigen, weltweiten Informationsnetz werden jährlich mehr als 40000 Tiere an ihre Besitzer zurückvermittelt.

Trotz der umfassenden Service-Leistungen arbeitet Tasso ohne jegliche Kosten für die Tierbesitzer. Sie werden allein aus Spenden großzügiger Tierfreunde finanziert.

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