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Versicherungen im neuen Jahr checken

Deutschland wird gerne als das Versicherungs-Land schlechthin bezeichnet. Doch wichtig ist nicht, dass man möglichst viele Versicherungen auf seinen Namen laufen hat, sondern die richtigen. Jetzt zum Anfang des Jahres ist ein guter Zeitpunkt seine Versicherungen auf Vollständig- und Notwendigkeit zu überprüfen.

 

Eine Kranken- und Autoversicherung, ebenso wie eine Autohaftpflichtversicherung für Autobesitzer, sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem gibt es auch bei der Autoversicherung einiges zu entscheiden: Bei einer Teilkaskoversicherung ist das eigene Auto gegen Glasbruch, Brand und Diebstahl abgesichert. Zudem kann eine Selbstbeteiligung übernommen werden, sodass der Vertrag  noch günstiger ist. Bei einer Vollkaskoversicherung werden auch selbstverschuldete Schäden am eigenen Auto bezahlt. Sie lohnt sich eigentlich nur bei sehr neuen Wagen. Krankenversichert wird, wer nicht selbstständig oder Student ist, in der Regel über seinen Arbeitgeber. Auf Wunsch kann die Krankenversicherung gewechselt werden. Wer arbeitslos ist, wird über das Arbeitsamt, in der Regel bei der AOK, versichert.

Nicht verpflichtende Versicherungen oftmals trotzdem sinnvoll
Auch wenn sie nicht verpflichtend ist, sollte man unbedingt über eine private Haftpflichtversicherung verfügen. Sie haftet im Fall von Sach- oder Personenschäden und wird jährlich gezahlt. Verschiedene Maximalschadenshöhen können festgelegt werden. Bei der Haftpflichtversicherung geht es nicht nur um kaputte Fernseher und Laptops. Ist man für einen Personenschaden verantwortlich, muss unter Umständen jahrelang ein Verdienstausfall gezahlt werden. Hier kommen schnell einige 100.000 Euro zusammen. Mindestens sollte die Versicherungssumme darum 2,5 Millionen Euro betragen. Kinder und Ehepartner sind bei vielen Versicherungen kostenlos mitversichert. Allerdings können Kinder unter 7 Jahren noch nicht haftbar gemacht werden. Hier greift die Haftpflicht nur, wenn die Eltern ihre Aussichtspflicht verletzt haben und somit  auf diese Weise selbst Schuld am Schaden sind. Zudem gibt es Möglichkeiten die eigene Privathaftpflichtversicherung auszuweiten. So haben Lehrer und Erzieher bei der CosmosDirekt die Chance erweiternd eine Diensthaftpflicht abzuschließen. Diese schützt beim Verlust des Dienstschlüssels und gegen andere Schadensersatzforderungen. Sie ist allerdings nur in Kombination mit einer privaten Haftpflichtversicherung abzuschließen. Gerade Erzieher und Lehrer haben einen verantwortungsvollen Beruf und es ist nicht immer leicht alle Kinder im Auge zu behalten. Da ist es gut sich abgesichert zu wissen.

Sobald man eine eigene Wohnung hat, ist auch eine Hausratversicherung sinnvoll. In der Regel schützt eine Hausratversicherung sowohl vor Einbruchdiebstahl als auch Blitzschlag, Brand, Leitungswasser und Explosion. Kommt es zum Notfall, ist es sinnvoll die Rechnungen der im Haus befindlichen Gegenstände aufbewahrt zu haben, sodass man deren Wert beweisen kann.
Wer Frau und Kinder hat, sollte auch über eine Unfallversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Beide schützen die Familie aber auch den Versicherten selbst, wenn man seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Auch eine Rechtsschutzversicherung kann sinnvoll sein. Nicht selten kostet im Problemfall schon das erste Gespräch mit einem Anwalt eine Menge Geld. Oft gibt es die Rechtsschutzversicherung etwa in Kombination mit anderen Versicherungen oder einem Vertrag beim ADAC, der dann bei Autopannen immer zur Stelle ist.