Heide-Union hat sich aufgelöst

bz Soltau. Die drei Kreistagsabgeordneten Friedhelm Eggers, Mathias Ernst und Silke Thorey-Elbers haben sich entschlossen, nach fast zwei Jahren in die CDU-Kreistagsfraktion zurückzukehren. Vorausgegangen waren konstruktive Gespräche mit der CDU-Kreisvorsitzenden Gudrun Pieper und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hermann Norden, so die drei in einer Pressemitteilung. Dabei ging es vor allem um die Zukunft des Heidekreis-Klinikums mit dem neuen Geschäftsführer Dr. Christof Kugler und um das Verhältnis zwischen dem Landkreis und den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, insbesondere um eine angemessene Beteiligung des Kreises an den Betriebskosten für die Kindertagestätten und um eine Vermeidung von Doppelstrukturen zum Beipiel im Bereich der Wirtschaftsförderung.

Änderungen bei der Besetzung von Ausschüssen sind nicht vorgesehen. Eggers, Ernst und Thorey-Elbers hatten zu keiner Zeit vor, eine dauerhafte politische Alternative zur CDU zu bilden. Als CDU-Mitglieder blieben sie auch nach ihrem Austritt aus der CDU-Kreistagsfraktion für die Partei stark engagiert, und kreispolitisch brachten sie sich auch in den vergangenen zwei Jahren intensiv in die Arbeit der Mehrheitsgruppe ein. Wie die Entscheidung zum Austritt werde der jetzige Schritt zur Rückkehr in die CDU-Kreistagsfraktion einstimmig von Vorstand und Stadtratsfraktion der Soltauer CDU begrüßt und mitgetragen.

CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Hermann Norden begrüßt den Schritt der drei Soltauer. Die Trennung sei vor knapp zwei Jahren aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zum Klinikum erfolgt. In weiteren grundlegenden Fragen seien in dieser Zeit immer gemeinsame Positionen vertreten worden. Die CDU-Fraktion werde ihre erfolgreiche Arbeit für die Fortentwicklung des Heidekreises innerhalb der Gruppe fortsetzen. Die gute Zusammenarbeit mit den Gruppenpartnern Grüne und Eckehard Vatter von der UWG habe sich in den Vorjahren sehr bewährt. Das Heidekreis-Klinikum bereite jedoch weiterhin Sorgen. Nicht nur hier sondern allgemein führten die schwierigen Zeiten insbesondere in den kommunalen Krankenhäusern zu erheblichen Problemen bei der Sicherstellung der Krankenhausversorgung, gerade im ländlichen Raum. Jährliche Kostensteigerungen von drei bis vier Prozent bei Erlössteigerungen unterhalb von einem Prozent öffneten die Finanzierungsschere immer weiter.

Böhme-Zeitung