Baustart für neues Zollamt in Soltau

In Soltau entsteht ein neues Zollamt. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten für den Neubau an der Straße Am Kahlberg, den das Munsteraner Architekturbüro Szygula entworfen hat und das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide umsetzen wird. Foto: at

Die Bauarbeiten für ein neues Zollamt in Soltau haben begonnen. Das Verwaltungsgebäude entsteht Am Kahlberg nahe des Gewerbegebiets Almhöhe. Fünf Millionen Euro werden investiert, die Baumaßnahme wird vom Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide mit Sitz in Munster geplant und umgesetzt. Mitte 2028 soll der Betrieb im Neubau starten.

Der Neubau ist erforderlich, da die bisherige Liegenschaft an der Harburger Straße auf dem Grundstück des Umspannwerks nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Die Räume sind gemietet und zudem nicht barrierefrei, was notwendig ist, um die Bürgernähe bei der Bearbeitung der Kfz-Steuer insbesondere für Menschen mit Schwerbehinderung zu gewährleisten.

Das Architekturbüro von Jörn Szygula aus Munster hat den zweigeschossigen Neubau mit Büros, Wartebereich sowie Sozial- und Besprechungsräumen auf insgesamt gut 640 Quadratmetern entworfen. „Es sollte keine Schwellenangst geben“, erklärt Szygula und beschreibt damit unter anderem die Idee des lichtdurchfluteten Eingangsbereichs. Wert wurde zudem auf nachhaltige Baustoffe und Energieeffizienz gelegt. Das Gebäude soll ein Gründach sowie Photovoltaik mit Speicher erhalten. Die Heizwärme wird über Erdsonden und eine Wärmepumpe bereitgestellt. Außerdem entstehen auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Außengelände Stellflächen für Lkw, um Zollkontrollen durchführen zu können.

„Mit dem Neubau schaffen wir moderne und funktionale Arbeitsbedingungen für den Zoll in Soltau“, erklärt Petra Könneker, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Lüneburger Heide. Silvio Dünow, Projektverantwortlicher des Auftraggebers, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), spricht bei diesem Neubau von einem Quantensprung für die zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zollamts in Soltau, die für den gesamten Heidekreis zuständig sind. Zudem sei man digital gut aufgestellt, sodass theoretisch bundesweite Anforderungen auch in Soltau bearbeitet werden können. Tobias Röper, der das Hauptzollamt Hannover mit leitet, hebt vor allem die verbesserte verkehrliche Anbindung des neuen Standorts in Soltau an die Autobahn 7 und die Bundesstraße 3 hervor.

Auch der Hamburger Hafen sei nicht so weit entfernt, Im- und Exportabwicklungen seien daher in Soltau ein ständiges Thema. Zudem werde die Liegenschaft den Bürgerinnen und Bürgern als Anlaufstelle bei Anliegen mit der Kfz Steuer oder zur Abholung von zollrechtlich relevanten Paketsendungen zugutekommen. Könneker hebt zuletzt hervor, dass auch ein Kunstwerk vorgesehen sei. Dieses solle künftig im Wartebereich im Rahmen von „Kunst am Bau“ installiert werden.

Anja TrappeKommentieren