Autos raus zur besten Zeit, neuer Plan für sichere Wege
Grüne und Munster-Union schließen sich im Kampf um sichere Schulwege zusammen
Jeden Morgen werden Eltern, Lehrkräfte und Kinder in Munster Zeugen desselben Problems: Zu viele Autos drängen sich vor den Schultoren, queren die Wege der Kinder, sorgen für Staus, Stress und brenzlige Situationen – besonders an der Grundschule im Örtzetal. Die angespannte Verkehrslage steht sinnbildlich für ein Dauerthema in der Stadt: den Kampf um sichere Schulwege. Seit Jahren sorgen die Risiken für Dauerdruck und hitzige Debatten, doch jetzt gehen die Grünen und die Munster-Union (MU) um Gerd Engel neue Wege – im Schulterschluss.
Denn mit einem aktualisierten Konzept wollen sie dem Sicherheitsproblem vor allem für die jüngsten Munsteraner endlich entschieden begegnen. Ursprünglich hatten die Grünen die Einrichtung von Schulstraßen in einem Versuch beantragt. Das war bereits im November 2024. Temporäre Sperrungen während der Bring- und Abholzeiten sollen vor der Grundschule Im Örtzetal und dem Gymnasium für klare Verhältnisse sorgen. „Wir brauchen einen echten Schutzraum für Kinder. Die Zeit der halben Maßnahmen ist vorbei“, sagt Harved Scheiger, Fraktionschef der Grünen. Ihm ist bewusst, dass frühere Versuche mit Hol- und Bringzonen nicht gefruchtet haben: „Wir haben es markiert, diskutiert, aber nie richtig umgesetzt. Jetzt müssen endlich Taten folgen.“
Gerd Engel von der MU war lange skeptisch, doch die Erfahrungen an der Grundschule Breloh gaben den Ausschlag: „Dort haben wir markiert, kontrolliert, und plötzlich lief es. Wichtig ist, dass wir auch wirklich hinschauen und nötigenfalls nachsteuern.“ Die aktuellen Pläne an der GS im Örtzetal wurden gemeinsam mit Schulleiter Jens Hoffmann, Elternvertretungen und Gymnasium abgestimmt. Besonders das Parkplatzkonzept stößt auf Zustimmung: „Gymnasiasten sollen weiter weg parken, Eltern der Grundschulkinder haben kurze Wege. Für jedes Kind gibt es einen beleuchteten, sicheren Zugang zur Schule“, erklärt Hoffmann.
Noch im Bau-, Klima- und Umweltausschuss am Donnerstag, 5. März, ab 18.30 Uhr im Ratssaal wollen Grüne und Gerd Engel das Modell mit der Verwaltung abstimmen. Die Abgrenzung zu früheren Ideen ist klar: Diesmal sollen klare Beschilderungen, Personaleinsatz und eine enge Kontrolle für Durchsetzungskraft sorgen. Auch Anwohner und Mitarbeiter werden informiert und einbezogen. „Die Sicherheit der Kinder steht über allem. Wenn wir ehrlich sind: Jeder Umweg, den Erwachsene dafür auf sich nehmen, ist gerechtfertigt“, betont Scheiger.
Mit der breiten Abstimmung wollen beide Fraktionen verhindern, dass das Projekt an Widerständen zerschellt wie frühere Anläufe. „Der Stadtrat darf nicht wieder auf Zeit spielen. Wir haben jetzt eine gemeinsame Basis und müssen handeln“, fordert Engel. Im Fokus: Schnell umsetzbare Maßnahmen, offene Kommunikation und zeitnahe Evaluierung nach dem Start.
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