Neue Remise für alte Hofanlage Breidings Garten
Das Fundament haben (von links) Siegfried Walther, Wilhelm Eggers, Rainer Schulz, Horst Gehrke, Fritz Neumann und Friedhelm Eggers gegossen. Nun ist alles bereit für den Neubau der Remise durch BBS-Schüler. Fotos: at
Der 350 Jahre alte Speicher auf der Hofanlage Breidings Garten ist bereits fast wie neu: Vor nicht ganz zwei Jahren erhielt das Gebäude ein neues Reetdach. Nun widmet sich der Heimatbund der Remise, die allerdings nicht erhalten werden kann.
Das Holzgebäude, 1983 von der THW-Jugend aufgestellt, ist inzwischen abgerissen. Zimmerermeister Friedhelm Eggers hat noch heute Respekt vor der damaligen Leistung. Das freitragende Gebäude stand auf vier riesigen Feldsteinen, die zunächst in die Erde eingegraben werden mussten. Mit schwerem Gerät bohrten die THW-Mitglieder die Löcher zum Aufstellen der Balken in die Steine.
Zimmerermeister Friedhelm Eggers mit der Bauzeichnung für die neue Remise.
Aber erhalten werden konnte davon nichts. Ein paar Balken und Bretter ohne Borkenkäfer sollen demnächst für die Erneuerung des Bienenstandes genutzt werden. Mittlerweile haben die Männer des Heimatbundes die Vor- und Nacharbeiten für das Gießen des Fundaments erledigt. Die neue Remise bauen sie nicht, dafür haben sie fachkundige Hilfe bei den Berufsbildenden Schulen.
In einer Projektwoche wollen die Schülerinnen und Schüler der Bautechnik-Klasse in klassischer Handwerkskunst den Neubau unter den fachkundigen Augen ihres Lehrers Andreas Wagner-Wischhoff errichten. Unter anderem entstand in den letzten Jahren so ein neuer Pavillon für den Grillplatz in Soltau. Kurz vor den Sommerferien soll nun die neue Remise an alter Stelle aufgestellt werden. Eggers liefert dafür das Holz.
Und er war für den Abriss verantwortlich: Als er mit seinem Radlader die einzelnen Pfosten herausziehen wollte, sei der gesamte Bau zusammengeklappt wie ein Taschenmesser. Der historische Backofen und der Ziehbrunnen, die direkt daneben stehen, sind „zum Glück heil geblieben“, sagt Eggers und meint schmunzelnd: „Das kann ein Sprengmeister nicht besser machen.“
Bauantrag wird zügig genehmigt
Nun muss zunächst noch die Tiefbaufirma Küddelsmann ran, die die Fläche mit den alten Pflastersteinen, die neu verlegt werden sollen, noch einmal abrütteln, damit alles wieder schön eben wird. Stolz ist Eggers auf die schnelle Genehmigung des Bauantrags von Januar bis heute: „Da hat der Landkreis zügig und gut gearbeitet“, hält er mit dem Lob nicht hinter dem Berg. Den Antrag könne man zudem mittlerweile digital stellen, das klappe gut.