Baubeginn für die Bunkeranlage ab Ende 2026 geplant
Beim Richtfest am 2. Dezember 2024 versammeln sich die Verantwortlichen des Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide mit Innenministerin Daniela Behrens zum Richtfest für die neue Anlage des Kampfmittelbeseitungsdienstes Munster. Ende 2026 soll der Bau fertiggestellt sein. Foto: akü
Mit dem Richtfest im Dezember 2024 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht, inzwischen ist die neue Betriebsstätte des Kampfmittelbeseitigungsdienstes in Munster deutlich weiter gewachsen. Das Staatliche Baumanagement Lüneburger Heide zieht eine Zwischenbilanz, die zeigt, dass das Projekt planmäßig voranschreitet.
Die Hochbauarbeiten an den zentralen Gebäuden sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Dazu zählen die Kfz-Halle mit Lager und Werkstatt, das Verwaltungsgebäude sowie das Munitionsarbeitshaus. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten vor allem auf den Innenausbau. „Zurzeit laufen die Endmontagen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro“, heißt es aus dem Baumanagement. Parallel dazu wird auf dem Außengelände intensiv gearbeitet. Die Tiefbaugewerke stellen die Anbindung an Wasser, Abwasser und Strom her und gestalten die künftigen Verkehrsflächen.
Trotz der Größe des Projekts mit einem Investitionsvolumen von rund 11,5 Millionen Euro liegt der Zeitplan weiterhin im Rahmen. Die Inbetriebnahme ist nach wie vor für Herbst 2026 vorgesehen. Auch der nächste große Bauabschnitt ist bereits terminiert. „Der Baubeginn für die Bunkeranlage ist weiterhin ab Ende 2026 geplant“, so die Verantwortlichen.
Eine Herausforderung bleibt der laufende Betrieb des Kampfmittelbeseitigungsdienstes während der Bauphase. Um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wurden die Baustellenbereiche klar getrennt. „Durch eine separate Zuwegung zum Munitionsarbeitshaus konnte dieser Bereich logistisch vom Betriebsablauf getrennt werden“, heißt es. Dennoch lassen sich Überschneidungen nicht vollständig vermeiden. Vor allem bei Leitungsarbeiten im sensiblen Bereich sind besondere Maßnahmen notwendig. Sicherheitszäune und abgestimmte Abläufe sorgen dafür, dass der Betrieb weiterlaufen kann.
Hohe Sicherheitsanforderungen spielen bereits während der Bauphase eine zentrale Rolle. Zwei Sachverständigenbüros begleiten das Projekt kontinuierlich. Gerade in explosionsgeschützten Bereichen wie dem Munitionsarbeitshaus werden Materialien und Bauweisen vorab geprüft.
Beim Baufortschritt liegen mehrere Gebäude gleichauf. Verwaltung, Kfz-Halle und Munitionsarbeitshaus befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Der Bau des Bunkers kann hingegen erst nach dem Umzug des Dienstes beginnen, da dafür die bisherigen Gebäude zurückgebaut werden müssen.
Für die kommenden Monate sind mehrere wichtige Schritte geplant. Mitte Mai steht die Vorabnahme des Munitionsarbeitshauses durch Sachverständige an. Bis Mitte Juli sollen die Voraussetzungen für den Umzug geschaffen sein. Die eigentliche Inbetriebnahme ist für August oder September vorgesehen. Danach beginnt der Rückbau des alten Geländes.