Neustart für Spielturm im Walter-Peters-Park nach Brand steht fest

Auf dem Abenteuerspielplatz in Schneverdingen läuft der Endspurt: Der wiederaufgebaute Rutschturm soll Anfang Juni öffnen. Foto: sus

Der Wiederaufbau des Schneverdinger Wahrzeichens mit 44.529 Euro Spenden steht kurz vor Abschluss: Die Stadt weiht den neuen Rutschturm am 5. Juni ein, Ermittlungen enden ohne Ergebnis

Noch mit Bauzäunen abgesperrt lässt der wiederaufgebaute Spielturm in Schneverdingen Familien seit ein paar Wochen schon vom Toben, Klettern und Rutschen träumen. In wenigen Wochen soll das Warten ein Ende haben.

Obwohl die zweite Rutsche aufgrund eines Produktionsfehlers noch fehlt, steht der Eröffnungstermin inzwischen fest. Lange hatte die Stadt mit Ende Mai geplant. Nun wird es Juni: Am Freitag, 5. Juni, um 16 Uhr weiht die Stadt das neue Spielgerät auf dem Abenteuerspielplatz gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern ein. Nach gut einem Jahr ohne das Wahrzeichen des Walter-Peters-Parks II, zieht dort in absehbarer Zeit wieder Leben ein.

Am frühen Morgen des 20. Mai fand es im vergangenen Jahr nach über 20 Jahren jäh ein Ende. Der rund 10 Meter hohe Turm stand bereits in Vollbrand als die Feuerwehr eintraf und wurde dabei völlig zerstört. Das wenige Tage später abgerissene Spielensemble hinterließ eine Lücke, von der im vergangenen Sommer die neue Rollsportanlage etwas ablenken, sie aber doch nicht füllen konnte.

Brand bewegt Menschen über Schneverdingen hinaus

Wie sehr der Brand Menschen in und über die Stadt hinaus bewegte, zeigt allein die finanzielle Anteilnahme. Ob in den ersten Wochen danach bis fast ein Jahr später: Die Spendenbereitschaft für den Wiederaufbau riss nicht ab.

Nun steht die finale Summe fest: 44.529 Euro kamen seit Juni 2025 bis Ende April durch diverse Sammelaktionen, unter anderem von Eltern, Spenden von Einzelpersonen wie dem Sohn des Park-Namensgebers Hans-Walter Peter und Unternehmen zusammen. Selbst Kinder beteiligten sich mit ihrem Taschengeld.

Wie bedeutend der Rutschturm vor Ort ist, zeigt sich auch in der Verwendung im diesjährigen Wahlkampf. Bürgermeisterkandidat Johannes Bosselmann nutzte den Wiederaufbau für seine Kampagne auf Social Media. Die Spenden zeigten den Zusammenhalt, der die Stadt auszeichne.

Spenden und Landesmittel finanzieren Wiederaufbau

Die Spenden decken in etwa 17 Prozent der Kosten von insgesamt rund 260.983 Euro für den Wiederaufbau. Den restlichen Betrag decken Landesmittel aus dem „Pakt für Kommunalinvestitionen“. Abriss und Entsorgung des zerstörten Turms kosteten zusätzliche 10.000 Euro.

Mit der Eröffnung schließt sich langsam die Wunde auf dem Spielplatz. Eine Narbe aber bleibt: Die Ermittlungen zum Brand endeten bereits wenige Monate später aufgrund der schwierigen Spurenlage ohne Ergebnis. Den Schock und die Fassungslosigkeit, die das Ereignis in der Stadt auslöste, kann auch der Wiederaufbau nur nach und nach lindern.