Blaulicht-Bilanz besser als zum Jahreswechsel 2024/25
Der Jahreswechsel im Heidekreis verlief ruhig, schwerwiegende Vorfälle bliebe aus. Foto: AdobeStock
Müll- und Altkleidercontainer brannten, in einem Fall wurden Einsatzkräfte angegriffen, und die Folgen eines am Körper losgegangenen Knallkörpers beschäftigten die Notaufnahme – doch insgesamt verlief der Jahreswechsel im Heidekreis ruhig, schwerwiegende Vorfälle blieben aus. Polizei und Feuerwehr sprechen von einem noch einmal deutlich geringeren Einsatzaufkommen als in der Silvesternacht des Vorjahres.
„Ein ganz großes Lob an die Bevölkerung“ spricht Nina Bernard, Pressesprecherin des Heidekreis-Klinikums (HKK), aus. Mit 31 unfallchirurgischen Notfällen in der Nacht zum 1. Januar blieb das Aufkommen völlig unauffällig. Das Glatteis zu Weihnachten hatte die Notaufnahme viel stärker gefordert als die Feiern und das Böllern einige Tage später. Bernhard zeigt sich wenig überrascht. „Ich bin seit sieben Jahren beim HKK und kann mich nicht erinnern, in dieser Zeit jemals einen schweren Silvesterunfall vermelden zu müssen. Die Menschen verhalten sich vernünftig.“ Viele Notfälle betrafen unspezifische Vorfälle wie Platzwunden. Am Neujahrstag gegen 14 Uhr traf aber noch ein Patient mit Verbrennungen in der Notaufnahme Walsrode ein. Hintergrund war ein in der Jacke losgegangener Knallkörper. Die Verletzungen waren zum Glück nicht gravierend, die Person konnte die Klinik wieder verlassen.
Auch Polizeisprecher Tarek Gibbah berichtet von einer „polizeilich gesehen relativ ruhigen“ Silvesternacht. Der Angriff auf Feuerwehrkräfte, die in Schwarmstedt einen brennenden Altkleidercontainer löschen wollten, verlief eher ungezielt. Aus einer Gruppe heraus flogen Böller in Richtung der Einsatzkräfte, jedoch nicht direkt auf Personen. Verletzt wurde niemand. „Strafrechtlich werden wir die Sache dennoch verfolgen“, stellt Gibbah klar.
Die Feuerwehren waren überwiegend mit kleineren Bränden beschäftigt. Zu löschen waren vor allem Müllcontainer, unter anderem in Munster. Bereits am frühen Abend kam es zu ersten Einsätzen: Gegen 19.20 Uhr rückte die Feuerwehr Walsrode wegen „Essen auf Herd“ aus, in Stellichte brannte gegen 20.30 Uhr ein Weihnachtsbaum. Ein Nachbar konnte den Brand mit einem Feuerlöscher noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr eindämmen. Die Einsatzkräfte belüfteten die Wohnung anschließend mit einem Hochdrucklüfter.
Nach Mitternacht häuften sich die Einsätze. In Soltau war die Feuerwehr gegen 2.38 Uhr gleich mehrfach gefordert: Eine Mülltonne, fünf Altkleidercontainer und ein Dixi-Klo brannten nahezu zeitgleich. Und auch am Neujahrstag blieb die Feuerwehr gefordert, ergänzt Stephan Meyer, Sprecher der Kreisfeuerwehr: In Walsrode waren Betriebsstoffe zu sichern, die aus einem Pkw ausliefen.