AWS investiert 4,2 Millionen Euro in Wohnungsbau

Eines der letzten freien Grundstücke im Neubaugebiet „Soltau 22“ will die kommunale Tochter AWS bebauen. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen. Foto: at

Die Stadt Soltau, genauer gesagt die kommunale Tochter AWS, plant den Bau eines Mehrfamilienhauses an der Winsener Straße. Damit dürfte eines der letzten freien Grundstücke in dem Neubaugebiet am Ortsausgang bebaut werden. Die Investitionssumme beträgt 4,2 Millionen Euro.

An der Otfried-Preußler-Allee soll das Gebäude für zwölf Mietparteien entstehen. Laut Olaf Hornbostel, Geschäftsführer der Soltauer Ansiedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft AWS, liegt die Baugenehmigung bereits seit einiger Zeit vor. Die Ausschreibungsphase ist abgeschlossen, die Arbeiten sollen demnächst starten. Entworfen hat den Neubau die Planungsgruppe Niemeyer aus Walsrode.

Wie bei der Mehrzahl der Gebäude in dem Neubaugebiet soll auch dieses Gebäude zwei Etagen und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss erhalten. Geplant sind Wohnungen mit 50, 60 und 90 Quadratmetern, die Gesamtwohnfläche beträgt 930 Quadratmeter. Ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang. Das Gebäude erhält eine Klinkerfassade und soll Ende 2027 bezugsfertig sein.

So soll das fertige Mehrfamilienhaus einmal aussehen.

Nicht ganz unumstritten schien das Bauvorhaben innerhalb der AWS zu sein, doch der AWS-Aufsichtsrat einigte sich letztlich mehrheitlich auf den Bau. Finanziert wird das Projekt mit KfW-Mitteln, Eigenkapital sowie einem Darlehen. Dafür hat der Soltauer Stadtrat inzwischen eine Ausfallbürgschaft bewilligt. Die Kreditaufnahme in Höhe von 2,3 Millionen Euro soll damit zu 80 Prozent abgesichert werden, das entspricht 1,84 Millionen Euro. Ein Risiko für die Verwaltung bestehe dadurch nicht, hieß es in der Beschlussvorlage für die Juni-Sitzung des Rates. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die Darlehenskosten in voller Höhe in die künftigen Mieten einbezogen würden.

Für die AWS ist es nicht der erste selbst umgesetzte Neubau. Nach der Gründung des Tochterunternehmens, das seit 1993 zunächst für die Umwandlung des ehemaligen Kasernengeländes an der Winsener Straße in zivile Nutzungen verantwortlich zeichnet, entstanden bereits 1995 an der Soldiner Straße Mehrfamilienhäuser. Weitere Wohnungen entstanden im heutigen Dienstleistungszentrum, aber beispielsweise auch im Ärztehaus am Oeninger Weg, vor allem für Klinikpersonal.

Die Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen im nun geplanten Neubau sollen zu einem gehobenen, aber vernünftigen Preis vermietet werden. Es sei kein sozialer Wohnungsbau, aber dennoch relativ günstig, so Hornbostel. Er rechnet mit einer Kaltmiete von 10,50 bis 11,50 Euro je Quadratmeter. Für Hornbostel ist der Neubau fast zwangsläufig notwendig. Bei 13.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Stadtgebiet gebe es großen Bedarf an Wohnraum. Der Großteil der Bewohner an der Winsener Straße sei bereits neu zugezogen.